Montag, 15. Juni 2009

Jermaine Jones New York Times, In Deutschland sind Menschen wie ich unbeliebt

Jermaine Jones im Interview mit der New York Times, "In Deutschland sind Menschen wie ich unbeliebt": Jermaine Jones legt mit einem provokanten Interview in der New York Times nach seinem Wechsel von der Deutschen Nationalmannschaft zum US-Team nach. Folgende Zeilen kann man in der New York Times lesen.

Jermaine Jones - New York Times deutsche Übersetzung:
„In Deutschland sind Menschen wie ich unbeliebt“, wird Jones in der New York Times zitiert. Dann heißt es weiter: „Man muss mich nur anschauen, ich bin nicht der perfekte Deutsche. Ich habe Tattoos, das mögen die Deutschen nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht blond bin und keine blauen Auge habe. Bestimmte Dinge betreffend fühle ich mich in Deutschland nicht wohl.“ (Quelle: bild.de)

Hier der englische Originaltext:
"“I’m a player, when you see me, I have tattoos and in Germany the people maybe don’t like that stuff,” he said. “When I want to say something, then I say it. In Germany, it is all about the team and now there are more players who say nothing. Maybe this is the problem with me. I thought I maybe would have a chance with the national team of Germany. But for me, now this is over.“When somebody looks at me, I’m not the perfect German. When I look at people in the States, they look more like me. In Germany with my tattoos people say, ‘Ooh, he’s not a good man.’ But look at Beckham, he has tattoos and no one says that. Maybe because I don’t have blue eyes and blond hair. But that is not a problem for me. I don’t have a good feeling about stuff in Germany." (Quelle: goal.blogs.nytimes.com)

Soviel erstmal zur Ausgangssituation. Die Frage ist jetzt: Wie sind die Aussagen von Jermaine Jones in der New York Times zu bewerten? Ich persönlich würde nicht all zu viel darauf geben. Zumal der Schalker schon zurückgerudert ist und gesagt hat, dass die New York Times ihn falsch zitiert hätte. So soll Jones dreimal gefragt worden sein, ob seine Hautfarbe etwas mit der Nicht-Berücksichtigung in der Nationalmannschaft zu tun hat. Er hat, nach eigener Aussage, immer mit "Nein" geantwortet.

Dennoch, der Reporter der New York Times wird sich ja nicht alles ausgedacht haben. Zumal Jermaine Jones sicherlich nicht sein erstes Interview gegeben hat.

Gehen wir doch mal im einzelnen auf die Aussagen ein. Mit einem hat Jermaine Jones ja recht: Deutsche und wahrscheinlich auch viele andere Völker mögen Dinge nicht, die anders sind. Dazu gehören nun mal auch Tattoos. Diese Aussage ist aber auch noch nicht verwerflich. Viel schlimmer ist das Nazi-Klischee mit den blonden Haaren und blauen Augen. Mit solchen Aussagen sollte man wirklich vorsichtig sein. Ich denke auch nicht, dass das wirklich zutreffend ist. Das Jahr 2006 hat uns schließlich etwas ganz anderes gelehrt.

Wie gesagt, Jones beharrt darauf, falsch wiedergegeben worden zu sein. Er legt sogar noch nach und betont, dass die Deutschen keine Rassisten sind.

Was meint ihr, ist Jermaine Jones mit seinen Aussagen gegenüber der New York Times zu weit gegangen? Hat das Blatt ihn wirklich falsch zitiert? Immer her mit Meinungen zu Jermaine Jones' Interview mit der New York Times.

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