Freitag, 30. April 2010

Schülerin soll nach Kirchenaustritt von katholischem "Kolleg der Schulbrüder" in Illertissen geworfen werden

Schülerin soll nach Kirchenaustritt von katholischem Gymnasium "Kolleg der Schulbrüder" in Illertissen geworfen werden: Willkommen im Mittelalter! Ihr erratet es, in diesem Post geht es um die katholische Kirche, die in den vergangen Wochen vor allem ihren fragwürdigen Umgang mit den Missbrauchfällen in ihren Reihen und durch massenhafte Kirchenaustritte aufgefallen ist. Ein solcher Austritt könnte jetzt eine Schülerin aus dem schwäbischen Illertissen zum Verhängnis werden. Die Zehntklässlerin soll von ihrer Schule, einem Katholischen Gymnasium, verwiesen werden, weil ihr Kirchenaustritt gegen einen Passus im Schulvertrag verstoßen soll. In diesem heißt es laut Spiegel-Informationen "Wer aus der Kirche austritt oder den Religionsunterricht verlässt, der kann der Schule verwiesen werden."

Da es sich hierbei offenbar um eine "Kann-Bestimmung" handelt, wurde Fall an den zuständigen Schulträger in der Diözese Augsburg weitergereicht. Dort soll nun binnen der nächsten 4 Wochen entschieden werden, ob sich das Mädchen für ihr Abitur nach einer neuen Schule umsehen muss.

Meiner Meinung nach verstößt besagter Passus gegen unsere Verfassung. Immerhin herrscht hier zu Lande die Religionsfreiheit. Es ist ein Unding, dass man eine Person von einer Schule unter katholischer Schirmherrschaft benachteiligt werden soll, nur weil sie aus der Kirche ausgetreten ist. Dies bedeutet ja nicht unbedingt, dass sie gleich ihrem Glauben entsagt hätte. Selbst wenn es so wäre, ist es meiner Ansicht nach nicht zu rechtfertigen das Mädchen von der Schule zu werfen. Das verhalten passt aber sehr gut zum reaktionären Bild, das die katholische Kirche in den letzten Wochen abgegeben hat. Vereinfacht könnte man sagen: "Die katholische Kirche ist einfach nicht mehr zeitgemäß!"

Zum Abschluss habe ich noch einen pragmatischen Tipp für das Mädchen: Da man als Schüler noch keine Kirchensteuer zu zahlen braucht, sollte sie der katholischen Kirche einfach wieder beitreten. Sobald sie ihr Abitur hat, kann sie ja wieder austreten. Ihren Schulabschluss wird man ihr aller Wahrscheinlichkeit nach ja nicht mehr aberkennen können. Obwohl?!

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6 Meinungen:

Anonym hat gesagt…

r.-k. Schüler in der Verantwortung!

Schreiben Sie dem zuständigen r.-k. Bischof einen geharnischten, ultimativen Brief und drohen Sie mit Ihrem Austritt aus der r.-k. Kirche (ab 14 selbständig möglich), falls die Schülerin diskriminiert wird.

Das christliche Weltbild ist meiner Ansicht nach veraltet. Es stammt aus einer kargen, meist kriegerischen Region und beruht weitgehend auf der Weltsicht von Hirtenvölkern.

Deswegen auch die Betrachtung der Gläubigen als Schafe, die eines Hirten bedürfen.

So beruht z. B. der christliche Teufel auf dem Mythos des griechischen Hirtengottes PAN.

Zeigen Sie Rückgrat und Verantwortung. Jeder Katholik ist als "Mitläufer" auch mit verantwortlich für das Handeln der r.-k. Kirche.

Die r.-k. Bischöfe erinnern mich an die Bezirksschornsteinfegermeister, insbesondere die Hütchen, die man so trägt, um dem einfachen Volk zu imponieren.
- http://www.welt.de/multimedia/archive/1193384711000/00418/cn_muetze_DW_Politi_418265g.jpg
- http://www.schornsteinfeger-iffezheim.de/schorn5.jpg



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Anonym hat gesagt…

Die Frömmler mögen es halt nicht wenn ihnen jemand trotz religiöser Indoktrination von der Fahne geht.

An der Schule gibt es auch Muslime und Konfessionslose die dort Ethikuntericht bekommen.

Typisch Bistum Augsburg.

Oli hat gesagt…

@ Anonym 14:54 - Echt? Das macht die Sache doch eigentlich noch viel unverständlicher...

Anonym hat gesagt…

r.-k. Kirche meiner Meinung nach irrational

"@ Anonym 14:54 - Echt? Das macht die Sache doch eigentlich noch viel unverständlicher... 30. April 2010 15:33"
====
Meiner Ansicht nach tragen die Christen "ihr" Kreuz wie ein Brett vor dem Kopf. Die Priester haben ihnen das Symbol von Kindheit auf eingeprägt. Meiner Meinung nach ist der Glaubensinhalt eine Gehirnwäsche mit immer wieder den selben, unsinnigen Inhalten.
Siehe:
www.summorum-pontificum.de/bilder/papst_kreuz.jpg

Und selbst das Kreuzigen des Wanderpredigers Jesus, das von den Christen als das Non-Plus-Ultra hingestellt wird (falls es ihn historisch überhaupt gegeben hat) ist nichts besonderes, es war damals eine übliche Hinrichtungsart.
Siehe z. B.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzigung
“332 v. Chr. ließ Alexander der Große nach der Eroberung von Tyros etwa 2.000 Männer im wehrfähigen Alter kreuzigen”

Heute würde man den “Wanderprediger Jesus” einfach kostenpflichtig abmahnen.

Die ganze christliche Theorie ist aus meiner Sicht ohne geistige Substanz und nur auf Emotionen ausgerichtet.
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Anonym hat gesagt…

Ich habe vor vielen Jahren das Kolleg der Schulbrüder besucht und die Schulbrüder haben sich für mich eingesetzt, dass ich ohne Teilnahme am Religionsunterricht das Abitur machen konnte (Ethikunterricht war noch nicht eingerichtet). Auch habe ich nie eine Benachteiligung aufgrund meiner "Nichtrechtgläubigkeit" erfahren. Schade, dass sich das unter der neuen Leitung wohl geändert hat.

Anonym hat gesagt…

@Anonym:
Auch ich war an dieser Schule. Du musst aber auch dazu sagen, dass mit Herrn Schöpplein nach Bruder Gottlieb und Bruder Norbert der erste Nichtschulbruder an der Leitung ist.

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