Dienstag, 29. März 2011

AKW Fukushima 1: Lage laut japanischer Regierung unberechenbar

AKW Fukushima 1 - Lage laut japanischer Regierung unberechenbar: Erstmals seit Beginn der Atomkatastrophe in Japan hat die Regierung in Tokio faktisch eingeräumt, dass man die Lage nicht unter Kontrolle hat.

Naoto Kan erklärte am Dienstag, dass die Situation in Fukushima weiter unberechenbar ist. Angesichts der gestern bekanntgewordenen Plutoniumfunde und den weiter schleppend laufenden Rettungsarbeiten, muss man festhalten, dass Kan mit seinen Aussagen sicherlich nicht völlig falsch liegt.

Unterdessen versuchen die Arbeiter vor Ort unter Lebensgefahr weiter den eingetretenen Super-GAU zu dämpfen. Derzeit ist man mit Hilfe einer französischen Spezialfirma damit beschäftigt, dass radioaktiv verseuchte Wasser aus den Turbinengebäuden der Reaktoren 1 bis 3 zu pumpen. Erst wenn dieses Wasser abgepumpt ist, können die arbeiten am Kühlsystem weitergehen.

Das Wasser ist teilweise mit bis zu 1.000 Millisievert belastet. Diese Strahlungsintensität führt bereits innerhalb weniger Stunden zum Tod. Die hohe Belastung in dem Wasser erklärten sich die Behörden mit eine teilweise erfolgten Kernschmelze.

Auch für den Betreiber Tepco wird die Lage immer schwieriger. Die japanische Regierung plant offenbar den Konzern zu verstaatlichen, um sich so einen Zugriff auf die Rettungsarbeiten am AKW Fukushima zu schaffen. Sollte die japanische Regierung den Konzern allerdings verstaatlichen, müsste sie die zu erwartenden Schadensersatzzahlungen an die Opfer der Reaktorkatastrophe leisten.

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