Mittwoch, 30. März 2011

AKW Fukushima 1: Meerwasser und Plutonium verschärfen die Situation weiter

AKW Fukushima 1 - Meerwasser und Plutonium verschärfen die Situation weiter: Neue Hiobsbotschaften aus Japan. Die Region unmittelbar um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1 ist immer stärker radioaktiv verseucht. Gestern wurde bekannt, dass mehr und mehr Plutonium austritt. Die Quelle ist zwar noch unbekannt. Mittlerweile schließt man aber nicht mehr aus, dass das hochgiftige Element aus den Mox-Brennstäben in Reaktor 3 stammt. Dies würde bedeuten, dass auch in diesem Reaktor eine Kernschmelze eingesetzt hat.

Unterdessen ist auch die Belastung des Meerwassers vor dem Kraftwerk erneut stark angestiegen. In Proben sei eine 3335-fach oberhalb des Grenzwertes liegende Konzentration an Jod 131 gemessen worden. Offiziell heißt es, dass für Menschen keine Gesundheitsgefahr besteht. Die gemessenen Werte seien trotzdem besorgniserregend.

Eines lässt sich anhand der festgestellten Jod-Konzentration nicht leugnen. Es tritt weiter stark belastetes Wasser aus einem oder mehreren Reaktoren aus und gelangt ins Meer. Möglicherweise handelt es sich hierbei um das selbe verseuchte Wasser, dass auch drei Arbeiter von Betreiber Tepco verstrahlt hatte und in den Turbinengebäuden der Reaktoren steht. Derzeit bemüht man sich eben jenes Wasser abzupumpen, um wieder an der Kühlung arbeiten zu können.

Wesentlich schlimmer als das mit Jod 131 verseuchte Wasser ist jedoch das Austreten von Plutonium. Während Jod 131 eine Halbwertzeit von 8 Tagen hat, ist die Hälfte des ausgetretenen Plutoniums 239 erst nach 24.000 Jahren zerfallen. Auch andere Plutonium-Isotope haben eine Halbwertzeit von mehreren tausend Jahren.

Die Stimmen, die angesichts der immer größer werdenden Kontamination eine Ausweitung der Evakuierungszone fordern, werden immer lauter. Je mehr Nachrichten über austretende Radioaktivität an die Öffentlichkeit gelangen, desto wahrscheinlicher wird es, dass die japanische Regierung den Forderungen nachkommt.


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