Donnerstag, 31. März 2011

AKW Fukushima 1: Strahlenbelastung im Meer steigt weiter, Evakuierungszone nicht ausgeweitet

AKW Fukushima 1 - Strahlenbelastung im Meer steigt weiter, Evakuierungszone nicht ausgeweitet: Die Lage in Fukushima wird immer gefährlicher. Inzwischen wurde an weiteren Stellen im Meer vor dem Pannenreaktor eine extrem erhöhte Konzentration an Jod 131 gefunden. Der Wert habe 4385-fach über dem zulässigen Grenzwert gelegen.

Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass noch immer radioaktives Material aus einem oder mehreren der Reaktoren austritt und ins Meer gelangt. Um diesen Eintrag zu verhindern, will man offenbar mit Kunstharz arbeiten, dass auf dem Gelände versprüht werden soll, um radioaktive Partikel zu binden. Ob diese Aktion erfolgreich sein kann, ist unklar.

Unterdessen empfiehlt neben Greenpeace mittlerweile auch die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu einem Ausweiten der Evakuierungszone auf einen Radius von 40 Kilometern um Fukushima 1. Gestern wurden an mehreren Stellen außerhalb der bisherigen Evakuierungszone hohe Strahlungen gemessen.

Nichtsdestotrotz sieht man sich bei der japanischen Regierung nicht in der Pflicht zu handeln. Derzeit gebe es keine Pläne einen größeren Bereich als den bisherigen zu evakuieren. Man wolle nun aber noch intensiver Messen, um ein besseres Bild der Ausbreitung der Strahlung zu bekommen.

Ohne es zu wollen, klingt die japanische Regierung zunehmend zynisch. Zu sagen mehr messen zu wollen, obwohl bereits bekannt ist, dass Strahlung-Konzentrationen auch außerhalb der Evakuierungszone oberhalb jeglicher Grenzwerte liegen, grenzt für mich an Verleugnung der Situation.


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