Freitag, 25. März 2011

Demonstrationen in Syrien: Tausende protestieren weiter gegen Präsident Baschar al-Assad

Demonstrationen in Syrien - Tausende protestieren weiter gegen Präsident Baschar al-Assad: In Syrien steht das nächste totalitäre Regime der arabischen Welt mit dem Rücken zur Wand. Am Donnerstag-Abend sollen in der Stadt Daraa südlich von Damaskus wieder tausende Menschen auf der Straße gewesen sein.

Ungefähr 20.000 Menschen sollen ausgehend von der El-Omari-Moschee, die bereits in den letzten Tagen im Zentrum des Geschehens standen, zunächst an einem Trauerzug für die Tags zuvor getöteten Demonstranten teilgenommen haben. Später entwickelten sich neue Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Augenzeugen berichteten, dass die Demonstranten immer wieder die Worte "Frieden" und "Revolution" skandierten.

Unterdessen versucht das Regime in Damaskus seine Macht mit Reformversprechungen zu sichern. Präsidentensprecherin Buthaina Schaaban sagte auf einer Pressekonferenz in Damaskus gestern Nachmittag, dass man "Mittel und Wege, um den (seit 1963 geltenden) Ausnahmezustand zu beenden" prüfe. Außerdem solle ein Gesetz eingeführt werden, dass die Gründung von politischen Parteien ermöglichen soll. In den letzten Tagen festgenommene Regime-Gegner seien freigelassen worden.

Ob die Zugeständnisse der Regierung den Demonstranten in Daraa und zunehmend auch anderen Städten Syriens allerdings reichen werden, ist ungewiss. In Ägypten und Tunesien machten die Regime ähnliche Zugeständnisse. Die Menschen blieben trotzdem auf der Straße und die Regime stürzten.

Auch haute muss man wieder mit neuen Demonstrationen rechnen. Möglicherweise werden es die größten in der Geschichte Syriens. Nach den Freitagsgebeten könnten sich Zehntausende Menschen zu Kundgebungen versammeln.


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