Mittwoch, 30. März 2011

Klonfleisch muss in der EU nicht gesondert gekennzeichnet werden

Klonfleisch muss in der EU nicht gesondert gekennzeichnet werden: Verbraucher in der europäischen Union werden auch in Zukunft nicht erfahren, ob sie Fleisch kaufen, dass von geklonten Tieren oder deren Nachkommen stammt. Eine entsprechende Regelung, die das Ziel hatte einen Verbot oder zumindest eine Kennzeichnung von so genanntem Klonfleisch einzuführen, scheiterte in der Nacht zum Dienstag in Brüssel.

Die Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt (SPD) erklärte, dass vor allem Deutschland, Spanien, Großbritannien, Schweden und die Niederlande mit der Ablehnung aller Kompromissvorschläge der Verhandlungsführer des Europaparlaments für das Scheitern der Verhandlungen gesorgt hätten.

Nun gelten weiterhin die bisherigen Vorschriften. Warum man sich am Ende nicht einigen konnte, ist unklar. Eigentlich sah es in den letzten Wochen so aus, als seien sich EU-Parlamentarier und die Vertreter der EU-Staaten darin einig, dass der Handel mit Fleisch und Milch von Klontieren selbst verboten werden soll. Offenbar forderte das EU-Parlament aber auch den Verbot des handels mit Fleisch und Milch von Nachkommen der Klontiere.

Es wird für möglich gehalten, dass ein entsprechendes Verbot auf Unmut in den USA gestoßen wäre, weil dort Klonfleisch bereits seit längerem an der Tagesordnung ist. Entsprechende Produkte aus den Vereinigten Staaten hätten nach der angestrebten EU-Regelung nicht mehr in Europa verkauft werden können.

Foodwatch-Vizepräsident Matthias Wolfschmidt kritisierte das Scheitern: "Sichere Exportmärkte für europäische Agrarüberschüsse sind offenbar wichtiger als die elementaren Transparenzrechte der Verbraucher".

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