Samstag, 26. März 2011

Landtagswahl Baden-Württemberg: Union und FDP stehen vor historischer Niederlage

Landtagswahl Baden-Württemberg - Union und FDP stehen vor historischer Niederlage: Eine aktuelle Umfrage zur Landtagswahl in Baden-Württemberg dürfte derzeit für aufgeregte Stimmung in den Parteizentralen von CDU und FDP sorgen. Das bürgerliche Lager liegt in dieser Umfrage derzeit 5 Prozentpunkte hinter Rot-Grün. Die FDP droht sogar den Einzug in den Landtag gänzlich zu verpassen.

Der Machtverlust im Ländle steht unmittelbar bevor. Stuttgart 21 und die Atompolitik der Bundesregierung scheinen zum ausschlaggebenden Faktor zu werden, die auch bundespolitisch zu großen Verschiebungen führen könnten.

Allen voran ist hier FDP-Chef Guido Westerwelle zu nennen. Verpassen die Liberalen in ihrem Stammland Baden-Württemberg den Einzug in den Landtag, dann dürfte in der FDP eine Führungsdebatte ausbrechen, an dessen Ende Westerwelle seinen Parteivorsitz einbüßen könnte.

Auch bei der CDU könnte es zu Verwerfungen kommen. Zwar steht Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zur Disposition, weil man in der Union offenbar nicht weiß, wer sie ersetzen sollte. Allerdings dürften der konservative Arm und der Wirtschafsflügel der Partei Debatten um die Ausrichtung der CDU vom Zaun brechen.

Nicht umsonst warnte Altkanzler Helmut Kohl seine Partei vor einigen Tagen vor einem Kurswechsel in der Atompolitik. Das Unglück in Fukushima mache zwar alle "fassungslos", dürfe aber "nicht den Blick für die Wirklichkeit verstellen". Die Kernenergie in Deutschland sei "nicht gefährlicher geworden, als sie es vorher gewesen ist". Die Lehre aus Japan dürfe nicht "die berühmte Rolle rückwärts sein".

Genau diese Argumente dürften in der CDU bei einer Niederlage in Baden-Württemberg immer lauter zu hören sein. Andere Stimmen mahnen inzwischen sogar an, dass Baden-Württemberg das Nordrhein-Westfalen der CDU werden könnte.

2005 verlor der damalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder allmählich an Macht, nachdem seine Partei die Wahl in Nordrhein-Westfalen verloren hatte. Die Folge war eine vorgezogene Bundestagswahl, aus der Angela Merkel als Bundeskanzlerin hervorging.


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