Dienstag, 29. März 2011

US-Präsident Barack Obama kritisiert Deutschland in seiner Rede zum Libyen-Einsatz

US-Präsident Barack Obama kritisiert Deutschland in seiner Rede zum Libyen-Einsatz: "Einige Nationen mögen in der Lage sein, Gemetzel in anderen Ländern auszublenden." Dieser Satz muss wie eine Ohrfeige für Angela Merkel und Guido Westerwelle gewirkt haben. Während man in China und Russland derartige Spitzen des US-Präsidenten gewohnt ist, dürfte es für die Bundesregierung eine gänzlich neue Erfahrung sein.

Diesen Satz prägte Barack Obama in der vergangenen Nacht (unserer Zeit) in seiner Rede zur Rechtfertigung des Libyen-Einsatzes. Auch wenn dies niemand wirklich zugeben würde, solche Sätze zeigen, dass das Verhältnis Deutschlands zu seinen Bündnispartner durch die Enthaltung bei der Abstimmung über die Libyen-Resolution im UN-Sicherheitsrat gelitten hat.

Außer der Spitze gegen die Bundesregierung erklärte Obama in seiner Rede, dass man das Oberkommando über den Militäreinsatz morgen an die NATO abgeben werde. Damit hat sich der US-Präsident ein wenig aus der Schusslinie der Kritik in den USA gebracht.

Den Einsatz an sich rechtfertigte er damit, dass es nicht mit den Werten der USA vereinbar ist einen Völkermord zuzulassen. Hätte man nicht eingegriffen, wäre es in Bengasi zu einem Blutvergießen gekommen. Man wolle sich jetzt aber langsam von der Verantwortung zurückziehen, um nicht die selben Fehler zu machen, wie damals im Irak.

Nichtsdestotrotz ist das politischen Schicksal Barack Obamas nun mit dem von Diktator Muammar al-Gaddafi verbunden. Sollte es nicht gelingen Gaddafi loszuwerden, dürfte dies in den USA als Niederlage für Obama gewertet werden.



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