Samstag, 30. April 2011

Auf der Suche nach Antimaterie: Letzte Mission der Endeavour soll Antiteilchen finden

Auf der Suche nach Antimaterie - Letzte Mission der Endeavour soll Antiteilchen finden: Dass es Antimaterie im Universum gibt bzw. gab, darüber sind sich die aller meisten Astrophysiker einig. Die Urknalltheorie besagt sogar, dass das frühe Universum fast zu gleichen Teilen aus Antimaterie und Materie bestand. Es gab nur einen winzigen Unterschied zwischen beiden. Dieser bleib bei den gegenseitigen Annihilationsreaktionen übrig und formte das uns bekannte All und letztendlich auch uns Menschen.

Das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS), das in den nächsten Tagen mit dem Space Shuttle Endeavour aus dessen letzter Mission ins All starten wird, soll die Frage klären, wie dieser kleine Unterschied zwischen Materie und Antimaterie entstehen konnte oder ob die beiden Materie-Formen bei ihrer Entstehung räumlich von einander getrennt wurden.

Das AMS soll nun an der Außenseite der ISS angebracht werden und dort die kosmische Strahlung untersuchen. Ein eingebauter Magnet lenkt die Atome derart ab, dass sie von Detektoren festgestellt werden können. Ein wesentlich unempfindlicherer Prototyp registrierte so bereits im Jahr 1998 auf einem zehntägigen Flug zur "Mir" 100 Millionen Atome.

Die Forscher hinter dem Projekt hoffen daher nur ein einziges Antiteilchen aufzufangen und so für eine wissenschaftliche Sensation zu sorgen. Sollte es noch Antiteilchen im Kosmos geben und diese in der Hintergrundstrahlung enthalten sein, stehen die Chancen nicht schlecht. AMS ist tausend- bis zehntausend-mal empfindlicher als sein Prototyp. Innerhalb von 10 Tagen wird er also zwischen 100 Milliarden bis 1 Billion Atome detektieren können.



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