Samstag, 2. April 2011

Bayern will zum Anti-AKW-Bundesland werden

Bayern will zum Anti-AKW-Bundesland werden: Dass es derzeit für Politiker notwendig ist gegen Atomkraftwerke zu sein, zeigte nicht zuletzt der Ausgang der Wahl in Baden-Württemberg. In Folge dessen wandelten sich auch CDU und FDP zu vorsichtigen Anti-Atomkraftparteien.

An die Spitze des bürgerlichen Lagers möchte sich in dieser Frage nun aber offenbar die CSU setzen, der es mit dem Atomausstieg in Bayern plötzlich nicht mehr schnell genug gehen kann. Ziel dabei sei es schneller auf erneuerbare Energien umzusteigen als Baden-Württemberg. Umweltminister Marko Söder sagte der 'Frankfurter Rundschau': "In Bayern betrachten wir das jetzt als Wettbewerb mit dem grün-roten Baden-Württemberg. [...] Wir werden sehen, welches der beiden Länder schneller der Umstieg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien schaffen kann".

Das klingt für mich so, als wolle die CSU beweisen, dass sie in Wahrheit wesentlich grüner ist als die Grünen. Wirklich glaubwürdig ist das nicht. Allerdings sollte Söder diesen Wettbewerb ernst meinen, dann wäre dies natürlich nur zu begrüßen.

Zugeständnisse an die Energieversorger lehnte Söder übrigens ab: "Es geht nicht um einen Kuhhandel, sondern um Sicherheit und die nationale Energieversorgung. Da gibt es keine Tauschgeschäfte". Eine Übertragung von Strommengen der alten Meiler auf neue Meiler lehnt Söder dementsprechend ebenfalls ab: "Es wäre das falsche Signal, weil man damit das Atomzeitalter verlängert".

Wie ernst es die CSU wirklich meint, wird der Wähler in den kommenden Jahren überprüfen können. Sollte es sich hier nur um Manöver handeln, könnte die CSU in Bayern die selben Probleme bekommen, wie die CDU in Baden-Württemberg.

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