Montag, 11. April 2011

Burkaverbot in Frankreich gilt ab heute

Burkaverbot in Frankreich gilt ab heute: Wie weit darf Religionsfreiheit gehen? Diese Fragestellung ist eines der zentralen Probleme beim Kontakt der Kulturen in Mitteleuropa. Gewiss, die Religionsfreiheit ist uns wichtig, aber gilt sie auch dort noch, wo andere Menschen durch diese eingeschränkt werden? Wenn ja, wie weit darf diese Einschränkung gehen?

Quasi exemplarisch für dieses Problem stehen die in einigen Strömungen des islamischen Glaubens verankerten Burkas. Jene Kleidungsstücke, die die Frau komplett verhüllen und nur einen kleinen Sehschlitz offen lassen.

Frankreich hat hierzu nun klar Stellung bezogen. Mit dem heutigen Tag tritt in unserem Nachbarland ein Burkaverbot in Kraft. "Die Burka ist kein religiöses Zeichen, sondern ein Zeichen der Unterwerfung. Sie ist in Frankreich nicht willkommen", erklärte Frankreichs Präsident Nicola Sarkozy vor etwa einem Jahr. Die Mehrheit der Franzosen teilt diese Einschätzung.

Tatsächlich ist aber auch dieses Schwert zweischneidig. Es ist richtig, dass manche Frauen von ihren Männern zum Tragen einer Burka gezwungen werden. Andererseits gibt es auch welche, die dies aus religiösen Gründen freiwillig tun. Das Verbot einen Vollschleier in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen, könnte diese Frauen nun in die soziale Isolation treiben.

Wie gesagt, dass ist ein ganz schwieriges Feld und ich möchte mir nicht anmaßen, hier eine endgültige Entscheidung zu treffen. Fakt ist: Frankreich hat als erstes Westeuropäisches Land das Tragen einer Burka in der Öffentlichkeit verboten. Welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die schätzungsweise 2.000 betroffenen Frauen in Frankreich hat, werden die nächsten Monate zeigen.

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