Mittwoch, 27. April 2011

Deutsche Bahn sieht ICE durch Fernbus-Liberalisierung in Gefahr

Deutsche Bahn sieht ICE durch Fernbus-Liberalisierung in Gefahr: Die kommenden Jahre könnten für die deutsche Bahn im Fernverkehr wesentlich schwieriger werden. Noch in diesem Jahr soll ein Gesetz aufgeweicht werden, das noch aus Zeiten vor dem zweiten Weltkrieg stammt und der Bahn ein Quasi-Monopol auf Fernverbindungen einräumt.

Das Gesetz schuf man seiner Zeit, um der damaligen Reichsbahn Konkurrenz vom Hals zu halten und so die Reparationszahlungen aus dem Versailler Vertrag zu ermöglichen.

Im Jahr 2011 ist das Gesetz nicht mehr zeitgemäß und muss deshalb abgeschafft werden. Daraus resultiert, dass in Deutschland zukünftig auch Fernverbindungen mit dem Bus angeboten werden können. Diese brauchen in der Regel zwar länger als die Bahn, sind aber bei entsprechender Auslastung umweltfreundlicher und generell günstiger.

Hier entsteht als eine Konkurrenz für die Bahn, die nicht zu verachten ist. Auch deshalb will man sich selbst ein schönes Stück des Kuchens abschneiden. Bahn-Vorstand Ulrich Homburg erklärte im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland", dass man langfristig 50 Prozent Marktanteil im Fernbus-Geschäft erreichen wolle.

"Wir treffen umfangreichste Vorbereitungen, um selbst eine wichtige Rolle in diesem Markt zu spielen", so der Manager. Gleichzeitig warnte er aber auch, dass dies zu eine Ausdünnung des ICE-Netzes führen könne. Davon betroffen wären vor allem schwäche genutzte Randnetze. Homburg verwies darauf, dass Busse einfach günstiger sind als Züge.

Ich weiß ja nicht, ob es unter euch Bahnnostalgiker gibt, aber ich fahre höchstens mal ICE, wenn ich eines der ab und zu mal auftauchenden günstigen Angebote erwische. Wegen mir können einzelne weniger stark genutzte ICE-Strecken also wegfallen, wenn es dafür günstigeren und umweltschonenderen Ersatz mittels Bus gibt.

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