Donnerstag, 14. April 2011

EnBW wird nicht gegen Atom-Moratorium der Bundesregierung klagen

EnBW wird nicht gegen Atom-Moratorium der Bundesregierung klagen: Man habe zwar "erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit" des durch die Bundesregierung verhängten Atom-Moratoriums und müsse dadurch finanzielle Verluste hinnehmen, gegen das Moratorium will der Energiekonzern EnBW trotzdem nicht klagen.

Vielmehr wollen man zu einem offenen Dialog über einen neuen Energiekonsens beitragen. EnBW sei an einer breiten Akzeptanz in Gesellschaft und Politik gelegen.

Auch wenn es zu begrüßen ist, dass EnBW anders als RWE von einer Klage Abstand nimmt, man darf sich nicht täuschen lassen. Das alles bedeutet nicht, dass sich der Konzern von der Atomkraft verabschiedet. In meinen Augen wäre man auch bei EnBW froh, wenn nach dem Moratorium wieder alles so wäre wie davor. Das zeigt alleine schon der Verweis auf finanzielle Verluste.

Das ist sicherlich auch bei den drei anderen großen Energieversorgern in Deutschland so. Allerdings gibt es bei EnBW einen kleinen aber wichtigen Unterschied, der aus der Mappus-Ära resultiert. Das Land Baden-Württemberg ist mit 45 Prozent an dem Versorger beteiligt. Zukünftig wird eine grün-rote Landesregierung an der Macht sein, deren designierter Ministerpräsident bereits deutlich machte, wie er sich die Zukunft von EnBW vorstellt.

So gesehen wäre es ein Affront gewesen, gegen das Moratorium zu klagen. Wenn das Management bei EnBW schlau ist, nutzt es die Chance und lässt sich auf die grüne-rote Regierung ein. So könnte man vielleicht einen Vorsprung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien gegenüber den anderen Versorgern erlangen und damit für die Zukunft besser aufgestellt sein.

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