Freitag, 15. April 2011

EU rechnet jährlich mit 100.000 neuen Arbeitskräften aus Osteuropa in Deutschland

EU rechnet jährlich mit 100.000 neuen Arbeitskräften aus Osteuropa in Deutschland: Im Zuge der EU-Osterweiterung wird Deutschland seinen Arbeitsmarkt ab Mai für Osteuropäer öffnen müssen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen diese unbeschränkt in der Europäischen Union arbeiten.

Für Deutschland rechnet die EU-Kommission daher mit einer deutlich spürbaren Zuwanderung. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor sagte gegenüber der Zeitung 'Welt': "Es ist zu erwarten, das infolge der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes in den kommenden vier Jahren rund 100.000 Arbeitnehmer jährlich nach Deutschland kommen werden. Davon wird ungefähr die Hälfte aus Polen stammen".

Dies werde helfen den Arbeitskräftemangel in wichtigen Industrie- und Dienstleistungsbranchen zu reduzieren. Zusätzlich solle dadurch Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit bekämpft werden. Das ganze soll dann sogar zu einem verstärkten Wirtschaftswachstum führen. "Dies alles wird zu mehr Wohlstand und einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent im Jahr in Deutschland führen", so Andor.

Die ab 1.Mai in Kraft tretende Regelung betrifft die seit 2004 in die EU aufgenommenen Mitgliedsstaaten Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. Der Arbeitsmarkt muss erst jetzt geöffnet werden, weil Deutschland beim Beitritt der Länder von einer Übergangsregelung Gebrauch gemacht hat, die die Arbeitskräfte erst 7 Jahre nach dem Beitritt zulässt.

Ob wirklich die Effekte eintreten werden, die Sozialkommissar Laszlo Andor prophezeit, muss sich zeigen. Dabei wird es wohl vor allem darauf ankommen, wie gut die Arbeitskräfte ausgebildet sein werden. Beim in Deutschland herrschenden Fachkräftemangel bietet die Regelung aber auf jeden Fall Chancen für die Wirtschaft.

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