Mittwoch, 20. April 2011

Geberkonferenz bewilligt 550 Millionen Euro für neuen Tschernobyl-Sarkophag

Geberkonferenz bewilligt 550 Millionen Euro für neuen Tschernobyl-Sarkophag: Was Japan in Fukushima möglicherweise noch blüht, lässt sich derzeit gut in Tschernobyl beobachten. Die Schutzhülle, die man nach der Katastrophe vor 25 Jahren über den Reaktor gebaut hatte, ist marode und droht möglicherweise sogar einzustürzen. Dies hätte zur Folge, dass erneut große Mengen radioaktivem Staubs aufgewirbelt werden.

Aus diesem Grund soll eine neue Hülle über dem noch Jahrtausende strahlenden Trümmern gebaut werden. Die bereits bestehenden Pläne sehen vor, dass eine über 100 Meter hohe Halbröhre auf Schienen über den gesamten Reaktor in Position gebracht wird. Anschließend werden die beiden Stirnseiten abgedichtet.

Dieser Plan ist allerdings teuer. So teuer, dass ihn die Ukraine nicht alleine stemmen kann. Auf einer internationalen Geberkonferenz sollten daher die nötigen Gelder eingesammelt werden. 740 Millionen Euro erhoffte man sich in der Ukraine. Am Ende wurden es jedoch nur 550 Millionen Euro.

Die größten Posten tragen dabei die EU, Deutschland, Frankreich und Russland. Direkt aus Brüssel kommen 110 Millionen Euro. Frankreich steuert 47 Millionen Euro, Russland 45 Millionen Euro und Deutschland 42 Millionen Euro bei.

Bis 2015 soll der neue Sarkophag gebaut werden. Allerdings sollten man hierbei bedenken, dass die Bauarbeiten in den letzten Jahren immer wieder wegen diverser Probleme verschoben werden mussten. Tschernobyl strahlt unterdessen fröhlich weiter.

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