Dienstag, 12. April 2011

Krieg in Libyen: Bengasi lehnt AU-Friedensplan ab, Gaddafi-Sohn nennt Rücktritt lächerlich

Krieg in Libyen - Bengasi lehnt AU-Friedensplan ab, Gaddafi-Sohn nennt Rücktritt lächerlich: Der Konflikt in Libyen wird vorerst kein Ende nehmen. Zwar akzeptierte der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi einen Friedensplan der Afrikanischen Union, ob zum Schein oder ernst gemeint, sei mal dahin gestellt, aber der Rat der Aufständigen in Bengasi lehnte den Vorschlag ab.

Im Kern wurde kritisiert, dass Gaddafi bei diesem Plan an der Macht geblieben wäre. Aus Bengasi heißt es aber nach wie vor, dass dessen Rücktritt die unabdingbare Bedingung für Gespräche ist. Außerdem wurde unter vorgehaltener Hand bemängelt, dass die Mitglieder der Afrikanischen Union teils als persönliche Freunde Gaddafis gelten.

Unter diesen Voraussetzungen wird der Bürgerkrieg in Libyen wohl noch lange weitergehen. Zumal aus Tripolis heute wieder unversöhnliche Signale kommen.

Saif al Islam, ein Sohn Gaddafis, nannte die Rücktrittsforderung aus Bengasi "lächerlich". In einem Interview mit dem französischen TV-Sender BFM sagte er: "Wir brauchen neues Blut, das ist, was wir für die Zukunft wollen, doch Gerede über den Rücktritt des Führers ist wahrlich lächerlich".

Gaddafi sei in hohem Alter und wolle daher nicht alles kontrollieren. Er wünsche sich junge Leute, die die Führung übernehmen, so der als gemäßigt geltende Gaddafi-Sohn.

Derartige Aussagen tragen jedenfalls nicht zu schnellen Etablierung einer Lösung bei. Vielmehr scheinen die Fronten auch nach fast 2 Monaten Krieg weiter verhärtet zu sein. Wer am Ende gewinnen wird, ist nicht abzusehen. Möglicherweise dauern die Kämpfe in Libyen noch so lange bis Gaddafi eines natürlichen Todes stirbt.

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