Mittwoch, 13. April 2011

Libyen-Konflikt: Regime droht mit Angriffen auf Hilfseinsatz

Libyen-Konflikt - Gaddafi droht indirekt mit Angriffen auf Hilfseinsatz: Beim Treffen der EU-Außenminister wurde es von den Teilnehmern noch einmal mehr als deutlich gemacht: Wenn eine Anfrage der Uno zu einem humanitären Einsatz in Libyen kommt, dann wird sich Europa dieser Aufgabe stellen. Auch Deutschland bildet da keine Ausnahme. Dies würde wohl auch den Einsatz von deutschen Soldaten auf libyschen Boden betreffen.

Kritiker bemängelten, dass dies einem Kampfeinsatz nahe kommen könnte, weil damit zu rechnen ist, dass Gaddafis Schergen Hilfskonvois unter Feuer nehmen. Die Soldaten müssten sich dann verteidigen. Dass diese Skepsis angebracht ist, zeigen Aussagen des Regimes von Diktator Muammar al-Gaddafi.

Die staatliche libysche Nachrichtenagentur Jana meldete, dass das Außenministerium Uno und EU mitgeteilt habe, dass man lediglich das Rote Kreuz und den Roten Halbmond akzeptieren würde. Weiter hieß es, dass bewaffnete Zivilisten jeden angreifen würden, der versuche sich Misrata unter dem Vorwand der humanitären Hilfe zu nähern.

Dass es unter diesen Bedingungen zu Gefechten kommen wird, ist also wahrscheinlich. Neben dem politischen Problem, dass die Bundesregierung wegen ihrer Nichtbeteiligungshaltung nun hat, birgt die Drohung auch militärische Probleme.

Gaddafis Truppen operieren mit schwerem militärischen Gerät. Wie soll eine Hilfstruppe ausgerüstet werden, um sich dagegen verteidigen zu können? Das Sturmgewehr alleine reicht da nicht aus, es müssten ebenfalls schwere Waffen nach Libyen gebracht werden, Am Ende könnte Deutschland auf diese Weise in einen weiteren Krieg gezogen werden.

Da wäre es vielleicht doch besser gewesen Kampfjets der Bundeswehr über dem nordafrikanischen Land zum Einsatz kommen zu lassen, um dann sagen zu können, wir haben keine Kapazitäten für eine Bodenmission. Das Risiko wäre dabei sicherlich geringer gewesen.

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