Freitag, 1. April 2011

Möglicherweise resistenter Pest-Ausbruch auf Madagaskar: Seuche forderte bereits 60 Todesopfer

Möglicherweise resistenter Pest-Ausbruch auf Madagaskar - Seuche forderte bereits 60 Todesopfer: In Europa gilt die Pest als besiegt. Das der "Schwarze Tod" seinen Schrecken an anderen Orten der Welt noch nicht verloren hat, zeigen die Nachrichten von der größten Insel des afrikanischen Kontinents Madagaskar.

Hier sei es zu einem Ausbruch der Seuche gekommen, dem bereits 60 Menschen zum Opfer gefallen sind. Derzeit gebe es laut madagassischer Gesundheitsbehörde noch 200 weitere Infizierte, von denen einige ebenfalls sterben könnten.

Madagaskar kämpft zwar immer wieder mit Pestausbrüchen. Im Jahr 2009 starben zuletzt 18 Menschen an der Krankheit. So stark wie in diesem Jahr waren die Ausbrüche aber seit langem nicht mehr. Besorgniserregend dabei ist, dass es Berichte gibt, wonach die Erkrankten nicht mehr auf die gängigen Pestmedikamente ansprechen.

Dies könnte dafür sprechen, dass die derzeit auf Madagaskar wütende Pestwelle durch Bakterien-Stämme ausgelöst wird, die eine Resistenz gegen das normalerweise gegen die Pest eingesetzte Antibiotikum Streptomycin ausgebildet haben.

Speziell in Madagaskar verschlimmert Unwissenheit der dortigen Bevölkerung die Situation zusätzlich. Viele Erkrankte würden erst zu spät zum Arzt gehen, weil sie befürchten, die Medikamente nicht bezahlen zu können. Dabei sind Pest-Medikamente generell kostenlos.

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