Mittwoch, 13. April 2011

Plagiatsaffäre: Ex-CSU-Chef Erwin Huber erhöht Druck auf Karl-Theodor zu Guttenberg

Plagiatsaffäre - Ex-CSU-Chef Erwin Huber erhöht Druck auf Karl-Theodor zu Guttenberg: Nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg konnte man den Eindruck gewinnen, dass einige CSU-Politiker persönlich beleidigt gewesen seien. Horst Seehofer kündigte sogar an, dass er sich mit denjenigen CDU-Politikern noch einmal unterhalten wolle, die zu Guttenberg wegen dessen Plagiatsaffäre öffentlich kritisiert hatten.

Jetzt mehr als einen Monat später und nach dem augenscheinlichen Versuch zu Guttenbergs die Veröffentlichung des Abschlussberichtes der Universität Bayreuth mit Hilfe seiner Anwälte zu verhindern, regt sich auch innerhalb der CSU Kritik.

Ex-CSU-Chef Erwin Huber forderte sehr deutlich von seinem Parteikollegen, dass er seine Anwälte zurückruft und die Veröffentlichung des Berichts der Universität Bayreuth zulässt. "Karl-Theodor sollte konstruktiv und ohne juristische Finessen an der restlosen Aufklärung aller Vorwürfe mitwirken. Das ist er auch seinen Freunden und Anhängern schuldig", sagte Huber.

An der Veröffentlichung des Berichts der Universität führe kein Weg vorbei. Dies sei ein öffentliches Thema. (Der entscheidende Satz in meinen Augen, weil Huber damit den Anwälte zu Guttenbergs direkt zu widersprechen scheint.) "Wir brauchen keine Geheimpapiere", so Huber.

Auch zur Zukunft von Karl-Theodor zu Guttenberg äußerte sich Huber kritisch. Er rate ihm, "die Nabelschnur zu seiner Partei am Leben zu halten". Sein Rücktritt von allen seinen Mandaten und Ämtern habe bereits genug "Irritationen bei seinen treuesten Wegbegleitern ausgelöst".

Angesichts des stetig weiter wachsenden Drucks erwarte ich, dass wir innerhalb der nächsten paar Tage die Nachricht lesen werden, dass zu Guttenberg seine Anwälte zurückgerufen hat und die Veröffentlichung des Berichtes nun doch zulässt. Natürlich wird dies mit einer sprachlich schönen und moralisch erhaben wirkenden Erklärung ausgeschmückt. Sollte allerdings das in dem Bericht stehen, was man bereits jetzt aus den Medien entnehmen kann, wird auch ein solches Sprach-Schloss zu Guttenberg nicht mehr helfen.

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