Donnerstag, 14. April 2011

Schlichterspruch: Beschäftigte im Bau-Gewerbe bekommen deutliches Lohnplus

Schlichterspruch - Beschäftigte im Bau-Gewerbe bekommen deutliches Lohnplus: Im Tarifstreit des Baugewerbes ist es zu einem Schlichterspruch gekommen, der zwar von den geforderten 5,9 Prozent Lohnplus für die 700.000 Beschäftigten abweicht, sich aber trotzdem in der Geldbörse niederschlagen dürfte.

Demnach gibt es im Westen ab dem 1.Mai diesen Jahres 3 Prozent mehr Lohn. Dazu kommen ab 1.Juni 2012 weitere 2,3 Prozent. Im Osten gibt es sogar noch etwas mehr. Hier steigen die Bezüge ab 1.Juni 2011 um 3,4 Prozent und ab 1.August 2012 um weitere 2,9 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Zusätzlich wurden die Mindestlöhne in der Branche angehoben. Bis 2013 soll der Mindestlohn für Nicht-Fachkräfte im Osten aufgeteilt auf zwei Schritte von jeweils 25 Cent um 50 Cent auf 10,25 Euro steigen. Im Westen steigt der Mindestlohn für Nicht-Fachkräfte um 5 Cent auf 11,05 Euro.

Als Schlichter bei den Tarifverhandlungen fungierte Wolfgang Clement. Er sprach nach den 18-stündigen Gesprächen von komplizierten und strapaziösen Verhandlungen. "Keine Seite ist mit dem Ergebnis von Grund auf zufrieden, aber es ist ein Kompromiss, der sich in der Mitte aller Interessen bewegt", so Clement.

Der Verhandlungsführer der IG-Metall, Dietmar Schäfers, sagte zu dem Tarifvertrag: "Nach hartem Ringen haben wir mit dem Schlichtungsergebnis ordentliche Lohnerhöhungen erzielt und einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Angleichung der Ost- und Westlöhne erreicht".

Die Arbeitgeberseite zeigte sich ein wenig zerknirschter. Klaus Henning sprach von einem "Ergebnis, das nicht alle erfreuen werde, das aber die unterschiedlichen Interessen in Ost und West berücksichtigt".

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