Donnerstag, 14. April 2011

Stark erhöhte Cäsium 137-Werte in altem Bohrloch der Asse gemessen

Stark erhöhte Cäsium 137-Werte in altem Bohrloch der Asse gemessen: Falls irgend ein Mitglied der Atomlobby noch immer glauben sollte, dass nach dem Atom-Moratorium alles so weiter gehen wird wie bisher, dürfte dies wohl spätestens nach dem Lesen dieses Artikels vorbei sein.

Dieses mal geht es nämlich um ein strahlendes Problem in Deutschland. Das Argument Fukushima ist ganz weit weg, ist mit dem heutigen Tag entkräftet.

In einem alten Bohrloch der Asse wurde eine stark erhöhte Konzentration an Cäsium 137 gemessen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) teilte mit, dass eine Belastung von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter gemessen worden seien. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 10.000 Becquerel pro Liter.

Was allerdings wirklich alarmierend ist, ist der enorme Anstieg der Belastung binnen nur 3 Jahren. Im Jahr 2008 sei eine Konzentration von 90.000 Becquerel gemessen worden. Innerhalb einer relativ kurzen Zeit hat sich die Belastung also fast verdreifacht. Überdies könnte der gestiegene Wert dafür sprechen, dass in Kammer 12 der Asse Atommüllfässer undicht sind und radioaktives Material austritt.

Ein unmittelbarer Grund für Panik besteht laut Experten trotzdem nicht. Ein Mensch, der einem Liter mit 240.000 Becquerel ausgesetzt wäre, würde eine Strahlungsdosis von 0,02 Mikrosievert pro Stunde abbekommen. Dies ist nicht gesundheitsgefährdend. Bei jeder Röntgenuntersuchung ist man einem Vielfachen davon ausgesetzt.

Nichtsdestotrotz darf man die Meldung nicht verharmlosen, wenn das belastete Material ins Grundwasser gelangt, dann könnte es tatsächlich Probleme rund um die Asse geben.

So alarmierend diese Nachricht auch ist, sie hat tatsächlich auch etwas Gutes. Die Frage der ungeklärten Endlagerung von Atommüll steht jetzt wieder auf der Tagesordnung und wird die Bundesregierung weiter unter Druck setzen, aus der Laufzeitverlängerung eine Laufzeitverkürzung zu machen.

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