Dienstag, 26. April 2011

Streit zwischen Autoindustrie und künftiger Regierung in Baden-Württemberg droht

Streit zwischen Autoindustrie und künftiger Regierung in Baden-Württemberg droht: Bereits am Abend des Wahlsonntags in Baden-Württemberg war abzusehen, dass es auf kurz oder lang zu einer Konfrontation zwischen der designierten neuen Landesregierung und der starken Autoindustrie in Baden-Württemberg kommen wird.

Die Konfrontation ist mittlerweile zwar noch nicht ganz ausgebrochen. Aber beide Seiten lassen bereits die Muskeln spielen. Die Unterschiede könnte schließlich auch nicht größer sein. Auf der einen Seite stehen Audi, Porsche und Daimler und auf der anderen Seite ein künftiger Ministerpräsident aus den Reihen der Grünen.

Am Wochenende machte Winfried Kretschmann erstmals direkt deutlich, was er sich von der Autoindustrie erwartet. Sorgen müsse sich die Automobilindustrie in Baden-Württemberg unter einem grünen Regierungschef zunächst nicht, "aber sie muss in Zukunft Autos bauen, die viel weniger Sprit verbrauchen", konnten die Manager Dieter Zetschke, Matthias Müller und Rupert Stadler in der "Bild am Sonntag" lesen.

Generell fände es Kretschman besser, wenn eher weniger statt mehr Autos vom Band laufen würden. In der Zukunft müssten intelligentere Mobilitätskonzepte greifen. Dazu gehört laut Kretschmann auch das Autofahren.

Der Präsident des Verbands der deutschen Automobilindustrie, Matthias Wissmann, antwortete heute im Tagesspiegel auf die Forderungen Kratschmanns. Dieser müsse sich nur anschauen, was für Produkte in Baden-Württemberg vom Stapel laufen, wenn er auf der Suche nach grünen Autos ist. Die hiesige Automobilindustrie kommt bei der CO2-Reduzierung schneller voran als die Mitbewerber, so Wissmann.

Tatsächlich erleben wir hier einen Streit, der eigentlich gar kein Streit ist. Die Autobauer in Baden-Württemberg und Winfried Kretschmann verfolgen die selben Ziele, wenn auch unter verschiedenen Motiven. Die Autobauer sind angesichts immer weiter steigender Benzinpreise gezwungen Spritsparende Motoren zu entwickeln. Der Verbrauch wird immer mehr zu einem ausschlaggebenden Argument beim Autokauf. Spritschlucker werden in Zukunft immer weniger gekauft werden.

So gesehen braucht sich Winfried Kretschmann keine Sorgen zu machen. Ich bin mir auch sicher, dass er sich dessen bewusst ist und den Autobauern auch im Sinne der Wirtschaft von Baden-Württemberg nur mal ein wenig "Feuer unter dem Hintern" machen will.

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