Montag, 4. April 2011

Vermisste Brennelementkugeln aus Forschungszentrum Jülich wieder aufgetaucht

Vermisste Brennelementkugeln aus Forschungszentrum Jülich wieder aufgetaucht: Am Wochenende sorgte ein Vorfall in den deutschen Medien für aufsehen, bei dem man sich eigentlich nur an den Kopf fassen und fragen konnte, wie so etwas denn passieren kann? Aus dem Kernkraftfroschungszentrum Jülich waren mehr als 2.000 Brennelementkugeln verschwunden. Dies ging aus einer kleinen Anfrage der Grünen-Fraktion im Düsseldorfer Landtag hervor.

Gestern noch wusste man nicht, wo das hochradioaktive Material hin ist. Man vermutete aber, dass die Abfälle im Forschungsbergwerk Asse gelandet sind. Dies wäre ein Skandal gewesen, da in der Asse nur schwach- bis mittelradioaktive Stoffe eingelagert werden dürfen.

Mittlerweile sollen die Kugeln allerdings wieder aufgetaucht sein. Offenbar waren sie niemals wirklich verschwunden. Eine Sprecherin der Forschungszentrum Jülich (FZJ) erklärte gegenüber Zeitungen der WAZ-Gruppe, dass sich die Brennelemente nach wie vor auf dem Gelände des FZJ befinden. Sie sollen dort in einem Zwischenlager sein.

Die Kugeln sollen sich entweder noch im Reaktorbehälter des ehemaligen Atomversuchskraftwerks befinden oder langfristig einbetoniert worden sein. Einige seien auch zerbrochen. "Bei den einzementierten Kugeln handelt es sich im Wesentlichen um Kugeln, die während der Betriebszeit des Versuchsreaktors zerbrochen sind und dem Forschungszentrum vom damaligen Betreiber zur Zwischenlagerung übergeben wurden", sagte die Sprecherin.

Erstmal bin ich natürlich froh, dass die Brennelemente augenscheinlich wieder aufgetaucht sind. Nichtsdestotrotz stimmt es mich bedenklich, dass es überhaupt zu solchen "Vermisstenmeldungen" kommen kann. Eigentlich sollte man erwarten können, dass die Behörden wissen, wo sich ihr hochgefährlicher Müll befindet.

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