Freitag, 8. April 2011

Weltgesundheitstag: WHO warnt vor ausufernder Verwendung von Antibiotika

Weltgesundheitstag - WHO warnt vor ausufernder Verwendung von Antibiotika: Zum Weltgesundheitstag hat die WHO eindringlich davor gewarnt Antibiotika weiter, wie bisher zu verwenden. Es würden immer mehr Bakterien-Stämme auftauchen, die Resistenzen gegen einzelne oder mehrere gängige Antibiotika aufweisen. Sollte dieser Trend nicht gestoppt werden können, findet sich die Menschheit bald in einem Zeitalter wieder, in dem tödliche Infektionen auftreten, die durch den Einsatz von Antibiotika eigentlich als besiegt galten.

"In Ermangelung dringender Korrektur- und Schutzmaßnahmen steuert die Welt auf ein postantibiotisches Zeitalter zu, in dem viele gewöhnliche Infektionen nicht mehr geheilt werden und, noch einmal, unvermindert töten", warnte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

In Europa würden pro Jahr derzeit rund 25.000 Menschen resistenten Erregern zum Opfer fallen. Die Ursache liegt bei der übermäßigen und häufig nicht sachgerecht durchgeführten Antibiotika-Therapie.

"Wir sind an einem kritischen Punkt angelangt, weil die Resistenz gegen vorhandene Antibiotika beispiellose Ausmaße erreicht hat und neue Antibiotika nicht schnell genug bereitgestellt werden können", sagte die europäische WHO-Chefin Zsuzsanna Jakab.

Als Missstände prangerte die Gesundheitsorganisation die Tatsache an, dass zum Beispiel Landwirte im Osten Europas ihren Tieren vorbeugend Antibiotika verabreichen würden, weil die Medikamente in 14 von 21 osteuropäischen Ländern frei verkäuflich sind. Aber auch Ärzte würden zu häufig Antibiotika gegen Erkältungen oder grippale Infekte, die von Viren ausgelöst werden, verschreiben. Dabei wirken Antibiotika nicht gegen Viren.

Gerade der letzte Punkt stößt mir sauer auf, zeugt er doch entweder von Ignoranz bei einigen Ärzten oder einfach nur von mangelnder Ausbildung.

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