Mittwoch, 27. April 2011

Westen droht mit Sanktionen, Assad lässt trotzdem weiter schießen

Westen droht mit Sanktionen, Assad lässt trotzdem weiter schießen: Das syrische Regime zeigt sich nach außen hin unbeeindruckt von der Drohgebärden, die der Westen gerade in Stellung bringt. Am Dienstag berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana, dass die Armee in Daraa eingerückt ist.

Journalisten ist der Zugang zu der Staat noch immer nicht möglich, jedoch meldeten sie aus der nur zwei Kilometer entfernten jordanischen Stadt Al-Ramtha immer wieder aufsteigende Rauchsäulen. Telefonverbindungen, die sich natürlich nur schwer überprüfen lassen, nach Daraa berichten von einem Massaker.

Auf den Straßen der Stadt sollen Leichen liegen. Außerdem würde die Armee willkürlich auf jeden feuern, der das Haus verlässt. Es gibt sogar Berichte über Erschießungen von Verletzten. Strom- und Wasserversorgung seien abgestellt worden.

Die Drohkulisse des Westens scheint nicht zu fruchten. Es kommt nun darauf an, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Nur zu sagen, dass man evtl. sanktionieren wolle, reicht nicht. Man muss es dann auch tun.

Was die Situation in Syrien selbst betrifft, so ist es schwierig eine Prognose zu treffen. Das Land hat eine Schlüsselrolle in der Region. Eine Destabilisierung wollen weder die USA noch der Iran. Allerdings sehe ich aufgrund der Ereignisse vom Wochenende kaum ein Szenario, dass ein Abtreten Assads nicht enthält.



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