Mittwoch, 11. Mai 2011

Abschlussbericht zu Doktorarbeit: Uni Bayreuth stellt Karl-Theodor zu Guttenberg zerstörendes Zeugnis aus

Abschlussbericht zu Doktorarbeit - Uni Bayreuth stellt Karl-Theodor zu Guttenberg zerstörendes Zeugnis aus: Nun hat er es schwarz auf weiß. Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seiner Dissertation vorsätzlich plagiiert. Zu diesem Schluss kommt die Universität Bayreuth in ihrem Abschlussbericht.

Das mit Anhängen gesamt mehr als 80 Seiten umfassende Dokument zeigt die Verfehlungen des Freiherrn haarklein auf und kommt insgesamt zu dem oben bereits genannten Ergebnis.

Die wohl vernichtendsten Zeilen in dem Bericht lauten: "Wer jahrelang akzeptiert, dass er Sorgfaltsstandards nicht einhält, handelt nicht fahrlässig, sondern vorsätzlich, weil er die Sorgfaltswidrigkeit zum bewussten Arbeitsstil erhebt. [...] Nach alledem steht für die Kommission ein vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten von Herrn Frhr. zu Guttenberg außer Frage".

Mit diesen Worten geht die Universität auf zu Guttenbergs Rechtfertigung, dass er über Jahre hinweg überlastet gewesen sei, ein.

Als Indizien führt der Bericht an: "Weitere Indizien sind Umformulierungen des Textes, die Umstellung der Syntax, die Verwendung von Synonymen sowie einzelne Auslassungen; auch sie deuten auf den Willen des Doktoranden hin, die Übernahme fremder Texte zu verschleiern. Die Aufnahme einer Publikation allein in das Literaturverzeichnis ändert daran nichts".

Wer sich für den gesamten Bericht interessiert, wird bei der Universität fündig. Für die Universität ist die Causa Guttenberg damit abgeschlossen. Für die Staatsanwaltschaft allerdings noch nicht. Angeblich soll mittlerweile eine Anzeige eines direkt plagiierten Autors eingegangen sein.

Eine Rückkehr in die Politik halte ich mit dem heutigen Tag für ausgeschlossen. Einzelne Stimmen in diese Richtung kann man auch bereits aus den Reihen der CSU hören. Von der Parteispitze hat sich bislang aber noch niemand dazu geäußert.

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