Donnerstag, 5. Mai 2011

Ägypten: Erstes hochrangiges Mitglied des Mubarak-Regimes zu hoher Haftstrafe verurteilt

Ägypten - Erstes hochrangiges Mitglied des Mubarak-Regimes zu hoher Haftstrafe verurteilt: Am heutigen Tag dürfte auf die Plätzen Kairos bei den Menschen wieder ausgelassene Stimmung herrschen, hat man heute doch noch einmal vor Augen geführt bekommen, dass die Revolution gesiegt hat.

Ein Kairoer Gericht verurteilte am Donnerstag den ehemaligen Innenminister Ägyptens, Habib al-Adli, zu einer 12-jährigen Haftstrafe. Er wurde der Veruntreuung, Geldwäsche und persönlichen Bereicherung für schuldig befunden. Der Verurteilte diente dem Regime von Husni Mubarak 12 Jahre lang als Innenminister. Habib al-Adli beteuerte vor Gericht bis zuletzt seine Unschuld.

Gegen den 73-jährigen läuft derzeit noch ein zweites Verfahren, in dem er sich wegen der Gewalt gegen Demonstranten im Zuge der Revolution verantworten muss. Als Innenminister unterstanden ihm die Polizei und die Sicherheitskräfte, die in den Anfangstagen des Umsturzes auf den Straßen wüteten.

Laut der amtlichen Tageszeitung "El Ahram" beruft sich al-Adli in diesem Verfahren darauf, dass er den Befehl zur Auflösung der Proteste direkt vom damaligen Präsidenten Husni Mubarak erhalten hat.

Offenbar beruht ein großer Teil der Ermittlungen gegen Mubarak auf dieser Aussage. Der ehemalige Diktator war Mitte April vorübergehend in Untersuchungshaft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft teilte inzwischen aber mit, dass die Ermittlungen noch Monate dauern werden.

Sollte es zum Prozess kommen, droht Mubarak laut "El Ahram" sogar die Todesstrafe. Wenn man ihm nachweisen kann, die tödliche Gewalt gegen Demonstranten angeordnet zu haben, könnte er gehängt werden. Kann man ihm keinen Vorsatz nachweisen, steht trotzdem eine lebenslange Freiheitsstrafe im Raum.

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