Mittwoch, 4. Mai 2011

Angela Merkels Freude über Osama Bin Ladens Tod entfacht Werte-Debatte

Angela Merkels Freude über Osama Bin Ladens Tod entfacht Werte-Debatte: Möglicherweise ist es die Bundeskanzlerin leid, dass ihr Worte immer auf die Goldwage gelegt werden und sie schickt deshalb meinem persönlichen Eindruck zu Folge immer häufiger Regierungssprecher Seibert vor. Zum Tod von Osama Bin Laden musste sie sich aber selbst äußern. Das erwartet man schließlich von einer Kanzlerin.

Schon hat Angela Merkel die nächste Debatte am Hals. Die Gemüter entzünden sich derzeit an einem Satz, den sie während ihres Statements sagte. "Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten", so Merkel.

Darf man sich als Bundeskanzlerin darüber freuen, wenn ein Mensch, egal welche Taten er begangen hat, getötet wird? Eröffnet sie damit nicht die Frage, welche Tötung Grund zur Freude sind und welche nicht?

Diese Fragen scheinen sich auch einige ihrer Partei-Freunde zu stellen. Siegfried Kauder attestierte der Kanzlerin mit Rachegedanken und Mittelalter. "Ich hätte es so nicht formuliert. Das sind Rachegedanken, die man nicht hegen sollte. Das ist Mittelalter", so Kauder in der 'Passauer Neuen Presse'.

Die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Ingrid Fischbach, übte ebenfalls Kritik an Merkels Satz. Sie sagte: "Aus christlicher Sicht ist es sicher nicht angemessen, Freude über die gezielte Tötung eines Menschen und dessen Tod zu äußern".

Auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) distanzierte sich von Merkels Äußerungen. "Als Christin kann ich nur sagen, dass es kein Grund zum Feiern ist, wenn jemand gezielt getötet wird", so die als Präses der Synode der evangelischen Kirche Deutschlands fungierende Politikerin. Man hätte Bin Laden festnehmen und einem Verfahren unterziehen sollen. Das wäre einem Rechtsstaat angemessen gewesen.

Ich halte es da mittlerweile ähnlich und das als nicht christlicher Mensch. Es geht nicht, dass sich eine Bundeskanzlerin eines demokratischen Deutschlands über die Tötung eines Menschen freut. Beginnt man einmal damit gibt es keine Grenzen mehr. Diese müssten erst noch gezogen werden, wo will man das machen? Tritt die Kanzlerin jetzt jedes mal vor die Presse und freut sich, wenn eine US-Drohne einzelne Taliban ausschaltet?

Man kann die Sache sogar noch drastischer sehen. Die Bundeskanzlerin hat sich hier über ein Vorgehen gefreut, das in den Augen vieler Experten nicht mit dem Völkerrecht vereinbar ist.

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2 Meinungen:

Anonym hat gesagt…

Angela Merkel, die evangelische Pfarrerstochter! Angela Merkel - die Physikerin! Weder im Wertekodex, noch in der Gefahrenzone der Kernernergie kompetent! Ich schäme mich fremd, zwei Mal täglich, morgens und abends.

Oli hat gesagt…

@ Anonym 10:57 Uhr - Man kann bei ihr tatsächlich zu dem Eindruck gelangen, dass sie sich ihre Werte so zurecht legt, wie sie sie in einer bestimmten Situation braucht.

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