Mittwoch, 25. Mai 2011

Christine Lagarde will neue Chefin des IWF werden

Christine Lagarde will neue Chefin des IWF werden: Die bisherige französische Finanzministerin Christine Lagarde will neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden. "Ich habe entschieden, meine Kandidatur einzureichen", sagte die 55-jährige am Vormittag auf einer Pressekonferenz in Paris. Sie habe sich nach reichlicher Überlegung zu diesem Schritt entschlossen.

Damit würde Lagarde die Nachfolge ihres vor etwa einer Woche von seinem Amt zurückgetretenen Landsmannes Dominique Strauss-Kahn antreten. Strauss-Kahn steht in den USA unter Vergewaltigungsverdacht. Bis vor kurzem saß er sogar in Untersuchungshaft, wurde dann aber auf Kaution und unter der Auflage, New York nicht zu verlassen, aus der Haft entlassen.

Lagarde gilt als ausgemacht Fachfrau mit besten Kontakten in der Finanzwelt. Nicht umsonst erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurria heute in Paris: "Die Europäer haben mit ihr eindeutig ihre Beste und Klügste ausgewählt".

Bis Ende Juni soll die Entscheidung fallen, ob Lagarde Strauss-Kahn wirklich beerben wird. Die Stimmen der Europäer in dem 24 Staaten umfassenden Gremium sind ihr sicher. Es ist wahrscheinlich, dass auch die USA für Lagarde stimmen werden, weil es eine Art stilles Abkommen gibt, wonach die Weltbank von einem Amerikaner und der Währungsfonds von einer Europäer geleitet wird.

Gemeinsam haben Europäer und Amerikaner im IWF etwas mehr als 40 Prozent der Stimmenanteile. Beschlüsse im IWF müssen aber mit 85 Prozent der Stimmen gefasst werden. Da Schwellenländer wie China, Russland oder Brasilien offenbar auf einen eigenen Kandidaten im IWF drängen, könnte es zu zähen Verhandlungen kommen.

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