Mittwoch, 25. Mai 2011

Daimler lässt Facebookgruppe abschalten und bestellt Mitarbeiter zum Rapport

Daimler lässt Facebookgruppe abschalten und bestellt Mitarbeiter zum Rapport: Bei Facebook kann jeder eine Gruppe gründen, um so seine Meinung mit Gleichgesinnten zu teilen und zu diskutieren. Dass das aber auch Folgen haben kann, zeigt das Beispiel der Gruppe 'Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21'. In dieser sei neben Angela Merkel und Stefan Mappus auch Daimler-Chef Dieter Zetsche beleidigt worden.

Nachprüfen kann man das leider nicht mehr. Daimler hat die Gruppe bei Facebook löschen lassen. Interessanter und in meinen Augen auch diskussionswürdig wird die Geschichte aber an einer anderen Stelle. Daimler soll nämlich 5 Mitarbeiter zum Rapport in der Personalabteilung geladen haben, weil sie besagter Gruppe angehörten.

Dabei sei es laut einem Unternehmenssprecher nicht um die Meinung bezüglich Stuttgart 21 gegangen. Jeder Mitarbeiter dürfe denken, was er wolle. Man habe die Angestellten lediglich auf den Verhaltenskodex, den sie bei ihrer Einstellung unterzeichnet hätten, hingewiesen. Weitreichende Folgen solle es nicht geben.

Hier prallen aus meiner Sicht zwei Sachverhalte aufeinander. Natürlich ist es nicht richtig, andere Menschen im Internet zu beleidigen. Daher kann ich den Schritt von Daimler durchaus nachvollziehen. Allerdings sehe ich auch eine Problematik, wenn ein Konzern seinen Mitarbeitern im Internet "nachschnüffelt".

Eine kleine Facebookgruppe dürfte für viele Menschen einem virtuellen Stammtisch gleichkommen. Da klopft man eben schon einmal Sprüche, die man so nicht sagen würde. Bei Stammtischäußerungen würde normalerweise aber niemand auf die Idee kommen, diese zu ahnden.

Das Verhalten ist daher für mich von beiden Seiten fragwürdig.

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