Montag, 23. Mai 2011

EHEC-Erreger breitet sich weiter aus: 70 gemeldete Fälle!

EHEC-Erreger breitet sich weiter aus - 70 gemeldete Fälle!: Bereits gestern berichteten wir über sich häufende Fälle von Infektionen durch den Enterohämorrhagische Escherichia coli-Erreger (kurz EHEC-Erreger) in Norddeutschland. Eine durch die Bakterien ausgelöste Erkrankung kann von blutigem Durchfall, über Nierenversagen bis hin zum Tod führen.

Während sich der Erreger nahezu ungehindert weiter ausbreitet, tappen die Behörden offenbar noch weitestgehend im Dunkeln, was die Quelle der Ausbreitung betrifft. Waren es gestern noch 38 gemeldete Fälle in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, gibt es am Montag bereits 70 bestätigte Infektionen, von denen einige offenbar nun auch in Bremen festgestellt wurden.

Ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums sprach von einer "beunruhigenden Häufung in so kurzer Zeit". Aufgrund der zeitlichen Nähe der Infektionen geht man davon aus, dass es sich um einen einzigen Stamm des Erregers handelt. Klarheit gibt es in diesem Punkt aber noch keine.

Die allermeisten Betroffenen seien zwischen 19 und 55 Jahre alt. Lediglich im Landkreis Cuxhaven sei ein Kind von der Infektion betroffen. Bei dem Großteil der Erkrankten soll es sich um Frauen handeln.

Die ersten Patienten seien um den 10.Mai am durch die EHEC-Erreger ausgelösten Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) erkrankt. Legt man nun die typische Inkubationszeit von EHEC-Erregern von 1 bis 3 in seltenen Fällen auch 8 Tagen zu Grunde, lässt sich der Zeitpunkt der Erstinfektion eingrenzen.

Die Keime werden in den meisten Fällen durch kontaminierte Lebensmittel übertragen. Der Verdacht einer lebensmittelinduzierten Ausbreitung liegt also nahe. Allerdings konnte bislang noch kein Nahrungsmittel identifiziert werden, das alle oder eine Mehrzahl der betroffenen Patienten verzehrt haben.

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