Montag, 30. Mai 2011

EHEC-Welle: Neuartige HUS-Therapie mit Antikörper Eculizumab soll erste Erfolge zeigen

EHEC-Welle - Neuartige HUS-Therapie mit Antikörper Eculizumab soll erste Erfolge zeigen: Es gibt leichte Hoffnung für Patienten, die in Folge einer Infektion mit dem EHEC-Erreger ein sog. hämolytisch-urämisches Syndrom (kurz HUS) ausgebildet haben. Bei dieser schweren Verlaufsform besteht akute Lebensgefahr, weil das HUS mit einem versagen der Nierenfunktion und Blutarmut einhergeht.

Laut Robert-Koch-Institut gibt es in Deutschland mittlerweile 276 Fälle, die diese Komplikation ausgebildet hätten. Allerdings stammt diese Zahl noch vom vergangenen Donnerstag. Mittlerweile könnte sie weiter gestiegen sein. Die Zahl der Todesopfer wird mittlerweile auf 10 beziffert.

Anlass zur Hoffnung bietet der Antikörper Eculizumab. In einem vergangene Woche im Fachmagazin 'New England Journal of Medicine' veröffentlichten Artikel berichtete ein Ärzte-Team aus Deutschland, Frankreich und Kanada vor erfolgreichen Behandlungen des hämolytisch-urämischen Syndroms mit dem Antikörper.

Aufgrund dessen entschlossen sich Kliniken in Hamburg, Münster, Essen und Hannover besonders schwere Verläufe mit dieser experimentellen Therapie zu behandeln. In Hamburg soll es zum Beispiel aktuell 10 Patienten geben, bei denen Eculizumab zum Einsatz kommt.

Tatsächlich gibt es dabei erste Anzeichen, dass der Einsatz der Therapie in einigen Fällen erfolgreich ist. So berichtet der Nephrologe Professor Andreas Kribben dem Tagesspiegel: "Bei einem Patienten hat die Hämolyse eindeutig nachgelassen. Nach meinem Eindruck hat Eculizumab bei diesem Patienten geholfen". Laut Kribben würden in Essen derzeit 2 Patienten mit dem Antikörper behandelt.

Auch in Münster gibt es Anzeichen eines Erfolges. "Der Zustand einer Patientin, die mit dem Antikörper behandelt wird, hat sich deutlich verbessert", sagte der Dr. Veit Busch. Für Entwarnung ist es aber noch zu früh. Es ist unklar, ob die Besserungen wirklich auf Eculizumab zurückzuführen sind.

Unterdessen soll der Hersteller des Wirkstoffs, Alexion Pharma, angeboten haben, das Medikament kostenlos zu verteilen.



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