Mittwoch, 11. Mai 2011

E.on korrigiert Gewinnerwartungen nach unten

E.on korrigiert Gewinnerwartungen nach unten: Als Manager eines großen deutschen Energiekonzerns hat man es derzeit nicht leicht. Das Image bei der Bevölkerung war schon immer schlecht. Mittlerweile rückt aber auch die Politik von den Konzernen ab. Sie plant tatsächlich schnell aus der Atomenergie auszusteigen. Ich kann mir vorstellen, dass sich dies wie eine Ohrfeige anfühlen muss.

Wenn dann noch gesunkene Gewinnerwartungen dazukommen, kann man schon einmal an sich zweifeln. So musste E.on-Chef Johannes Teyssen die Gewinnprognose seines Konzerns für das Jahr 2011 nach unten korrigieren.

Demnach erwartet man nun noch einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 10,7 bis 11,4 Milliarden Euro. Zuvor waren es noch 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro. Mit allen Abzügen würde derzeit noch ein Gewinn von 3,0 bis 3,7 Milliarden Euro (zuvor 3,3 bis 4,0 Milliarden Euro) für E.on herausspringen. Der Rückgang sei vor allem auf das derzeit schwierige Erdgas-Geschäft zurückzuführen. Aber auch die Abschaltung der alten Meiler belastet die Bilanz.

"Käme es nicht zu der gebotenen politischen Korrektur, dann würden wir die Interessen unseres Unternehmens rechtlich wahren müssen", hieß es im Quartalsbericht mit Blick auf die Brennelementesteuer deshalb. Diese würde nach den Angaben von Johannes Teyssen zu Belastungen von 800 Millionen Euro jährlich führen und sei daher wirtschaftlich nicht mehr tragbar.

Wie hoch waren die Gewinnaussichten nochmal? Aber lassen wir das, sonst ergehe ich hier nur in ironischen Bemerkungen. Mir leuchtet es ohnehin nicht ein, warum Stromkonzerne Gewinne erzielen müssen. Schließlich geht es hier um die Versorgung der Bevölkerung mit einem grundlegenden Gut. Kostendeckendes Arbeiten würde in diesem Bereich doch völlig ausreichen.

Stichwort soziale Marktwirtschaft: Es ist eben nicht sozial, wenn Strompreise so hoch sind, dass sie manche Familien nicht mehr bezahlen können. Angesichts von Milliardengewinnen muss man annehmen, dass die Strompreise locker zu senken wäre.

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