Dienstag, 10. Mai 2011

Ex-Vizepräsident: Uni Bayreuth betreibt Treibjagd auf zu Guttenberg

Ex-Vizepräsident - Uni Bayreuth betreibt Treibjagd auf zu Guttenberg: Die Universität Bayreuth ist der Meinung, dass Karl-Theodor zu Guttenberg bei der Erstellung seiner Doktorarbeit bewusst getäuscht hat. Soviel ist auch vor der für morgen erwarteten Vorstellung des 40-seitigen Abschlussberichtes der Universität bekannt.

Im Vorfeld dieser Vorstellung meldet sich der ehemalige Vizepräsident der Universität, Walter Schmitt-Glaeser, laut 'Bild-Zeitung' vom Dienstag in einem offenen Brief zu Wort.

"Mit jedem anderen Doktoranden wäre die Universität anders umgegangen. [...] Es war richtig, ihm den Doktortitel abzuerkennen, und es war auch richtig, dass er als Minister zurückgetreten ist. Aber was jetzt passiert, ist eine einzige Treibjagd", so Schmitt-Glaeser.

In den Augen des seit 2001 emeritierten Staatsrechtlers hat die Universität ihre mit der angekündigten Veröffentlichung des Abschlussberichts ihre Fürsorgepflicht gegenüber eines ehemaligen Studenten massiv verletzt. Außerdem habe nach der Aberkennung des Doktortitels keine Berechtigung mehr bestanden den Sachverhalt zu untersuchen.

In meinen Augen verkennt Schmitt-Glaeser hier das Prinzip von Ursache und Wirkung. Die Ursache des Ganzen war Karl-Theodor zu Guttenberg, der bei seiner Doktorarbeit plagiiert hat und sich, als dies bekannt wurde, in Unschuld waschen wollte. Hätte der ehemalige Verteidigungsminister sofort reinen Tisch gemacht, wäre es nicht soweit gekommen.

Außerdem besteht in diesem Fall mindestens ein moralisches Recht der Öffentlichkeit auf die ganze Wahrheit. Daher kann ich die Vorwürfe Schmitt-Glaesers nicht nachvollziehen. Im Sinne der Demokratie sollte das Recht der Allgemeinheit zu wissen, von wem sie regiert werden, über dem Persönlichkeitsrecht des Regierenden stehen.

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