Montag, 9. Mai 2011

Familienministerin Kristina Schröder will künstliche Befruchtung finanziell fördern und Adoptionen erleichtern

Familienministerin Kristina Schröder will künstliche Befruchtung finanziell fördern und Adoptionen erleichtern: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will sich verstärkt für ungewollt kinderlose Paare einsetzen.

"Man redet kaum darüber, aber in Wahrheit kennen die allermeisten Menschen Freunde oder Verwandte, die dieses Pech haben. [...] Diese Menschen leiden zumeist sehr darunter und werden oft ein zweites Mal schwer getroffen, weil sie schnell mit einem pauschalen Hedonismusvorwurf belegt werden. [...] Wir überschätzen maßlos die Zahl derer, die wirklich keine Kinder wollen", sagte sie im Gespräch mit der 'Süddeutschen Zeitung'.

Nach Informationen des Familienministeriums ist derzeit jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Die Gründe dafür seien neben Diskrepanzen zwischen Kinderwunsch und Karriere immer häufiger gravierende Umwelteinflüsse und die späte Familiengründung, die für medizinische Probleme sorgen.

Daher will Schröder an zwei Punkten ansetzen. Zum einen sollen Adoptionen erleichtert werden und zum anderen sollen Paare, die eine künstliche Befruchtung durchführen lassen wollen, finanziell besser unterstützt werden. Es sei unerträglich, wenn ein Kinderwunsch am Geld scheitert, so die Ministerin.

"Ich erhalte viele Briefe von Paaren, die mir schildern, wie sie sich das Geld für die medizinische Hilfe mühsam zusammensparen, dann verzweifeln, wenn es nicht klappt, wieder anfangen zu sparen - und das mit dem Druck der tickenden biologischen Uhr", erklärte sie.

Angesichts des demographischen Wandels müssten diese Menschen eine bessere Unterstützung erhalten. Im Raum steht nun, die Kostenübernahme durch die Krankenkassen wieder zu erhöhen. Bis zur letzten Gesetzesänderung in diesem Bereich wurden 4 Versuche einer künstlichen Befruchtung komplett übernommen. Dies kürzte im Zuge einer Gesundheitsreform auf nur noch 3 Versuche.

Im Bereich der Adoptionen will Schröder die Empfehlungen, die in der Praxis als Auflagen fungieren, lockern. So könnte zum Beispiel die Altersgrenze von 40 Jahren fallen. Außerdem ist im Gespräch den Grundsatz der vollen Zuwendung für ein Adoptivkind aufzuweichen, was es Eltern möglicherweise ermöglichen würde, berufstätig zu bleiben.

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