Dienstag, 24. Mai 2011

Fukushima: Tepco gesteht Kernschmelzen in Reaktorblock 2 und 3 ein

Fukushima - Tepco gesteht Kernschmelzen in Reaktorblock 2 und 3 ein: Aus den Medien ist der Super-Gau in Fukushima in den letzten Wochen ein wenig verschwunden. Es standen andere Schwerpunkte in den Schlagzeilen. Man sollte sich davon aber nicht täuschen lassen. Die Katastrophe ist mitnichten beendet. Das zeigt eine Meldung vom Dienstag ganz deutlich.

Kraftwerksbetreiber Tepco räumte nun ein, dass es bereits 60 bis 100 Stunden nach Erdbeben und Tsunami zur teilweisen und möglicherweise auch vollständigen Kernschmelze in den Reaktorblöcken 2 und 3 des AKW Fukushima 1 gekommen sei. Die Schmelzmasse sei daraufhin auf den Boden des Druckbehälters gelaufen.

Wie für Japan üblich kam nach der schlechten Nachricht direkt eine Relativierung. Die Temperaturen würden derzeit darauf hindeuten, dass es durch die Wasserkühlung gelungen sei, die Schmelze abzukühlen und zu stabilisieren.

Inwieweit man diesen Angaben trauen kann, muss sich jeder anhand der Geschichte von Tepco selbst überlegen. Ich möchte nur zu bedenken geben, dass die Temperaturen im Druckbehälter auch relativ niedrig sind, wenn sich die Schmelze nach unten durchgefressen hat.

Ich gehe davon aus, dass man das ganze Ausmaß der Katastrophe in Fukushima noch immer nicht abzusehen ist. Ähnliche Meldungen wie die heutige wird es in den nächsten Wochen wohl noch häufiger geben.



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