Donnerstag, 26. Mai 2011

Gewalt im Jemen eskaliert weiter: Kämpfe fordern 48 Opfer

Gewalt im Jemen eskaliert weiter - Kämpfe fordern 48 Opfer: Mittlerweile kann man mit immer größerer Bestimmtheit sagen, dass im Jemen ein Bürgerkrieg entbrannt ist. Auf der einen Seite steht Präsident Ali Abdullah Salih, der sich an sein Amt klammert und nicht zurücktreten will. Auf der anderen Seite befindet sich eine Opposition, die sich vor allem aus der Protestbewegung und Stammesführen, die sich vom Despoten losgesagt haben, bildet.

Die Situation scheint ausweglos zu sein. Salih ließ gestern über einen Sprecher erklären, dass er nicht zurücktreten werde. Er wolle nicht zulassen, dass der Jemen zu einem Zufluchtsort für Al-Qaida wird. Terrorismus-Experten gehen davon aus, dass das Land längst ein solcher Ort ist. Salih wolle auch keine Anweisungen von außen befolgen. Der Despot erklärte Vermittlungsversuchen der übrigen Golfstaaten damit eine klare Absage.

Unterdessen sterben auf den Straßen Sanaas weiter Menschen. Bei den jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstreuen und Stammesangehörigen seien mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Die Straßenschlachten sollen sich derzeit auf den Stadtteil Hassaba, in dem sich vor allem Einrichtungen von Salihs Regierungspartei befinden sollen, konzentrieren. Unbestätigten Angaben zu Folge sollen Stammeskämpfer inzwischen einige Regierungsgebäude kontrollieren.

Die Bundesregierung bekräftigte erneut ihre Forderung nach einem Rücktritt des Despoten. Salih habe trotz mehrfacher Ankündigung Vermittlungsangebot des Golf-Kooperationsrats nicht unterzeichnet. Dieser Zustand sei unhaltbar. Sollte der Despot nicht bald weichen, dann würden sich in naher Zukunft Konsequenzen ergeben, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin. Mit Konsequenzen sind wohl Sanktionen gemeint.



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