Montag, 16. Mai 2011

Loveparade: Schichtwechsel der Polizei trägt Mitschuld, Genehmigung der Stadt auf Druck von "oben"

Loveparade - Schichtwechsel der Polizei trägt Mitschuld, Genehmigung der Stadt auf Druck von "oben": In gut zwei Monaten jährt sich die Katastrophe auf der Loveparade in Duisburg, bei der 21 Menschen in einer Massenpanik ihre Leben verloren und mehr als 500 Menschen wurden verletzt, zum ersten mal. Aber auch fast ein Jahr nach dem Unglück ist die Schuld-Frage noch immer nicht geklärt.

Veranstalter und die Stadt Duisburg, denen beiden Versäumnisse vorgeworfen werden, verweisen bei der Frage nach Verantwortung immer auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen.

Nun scheint sich einem Bericht des 'Spiegel' zu Folge bei den Ermittlungen herausgestellt zu haben, dass auch die Polizei eine Mitschuld an der Katastrophe trägt. Das Magazin beruft sich dabei einen mehr als 400 Seiten umfassenden Ermittlungsbericht der zuständigen Staatsanwaltschaft.

Demnach hätten zum Zeitpunkt des größten Andrangs nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung gestanden, um zu verhindern, dass weitere Menschen in den völlig überfüllten Zugangsbereich nachströmen. Der Grund dafür sei ein Schichtwechsel gewesen, der so eigentlich nicht geplant gewesen ist und nur aufgrund einer Intervention der Personalvertretung kurzfristig zu Stande kam.

Insgesamt kommt der Ermittlungsbericht aber angeblich auch zu den Ergebnis, dass die Stadt die Loveparade niemals hätte genehmigen dürfen und dies nur durch politischen Druck von "oben" geschehen sei. Damit rückt für mich auch wieder die Verantwortung von Bürgermeister Adolf Sauerland in den Fokus.

Auch der Veranstalter wird im Ermittlungsbericht mit Vorwürfen konfrontiert. So habe es schwerwiegende Mängel in dessen Konzept gegeben.



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