Samstag, 14. Mai 2011

Schäden an AKW Fukushima 1 offenbar wesentlich größer als erwartet

Schäden an AKW Fukushima 1 offenbar wesentlich größer als erwartet: Überrascht mich diese Meldung wirklich? Wundere ich mich über die Einschätzung von Tepco? Beide Fragen muss ich mit einem klaren 'Nein' beantworten.

Die Schäden am japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind offenbar wesentlich größer als man das vor Ort erwartet hatte. Wie die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA mitteilte, ist es in Reaktorblock 1 völlig überraschend zu einer starken Beschädigung der Brennstäbe gekommen. Diese hätten sich aus ihrer Halterung gelöst und seien auf den Boden des Reaktordruckbehälters gefallen. Dabei sei dessen Stahl durchgeschmolzen.

"Es muss ein großes Loch geben", hieß es dazu bei Tepco. Dieses Loch soll nun erklären, warum der Kühlwasserstand im Reaktor wesentlich niedriger ist, als man erwartet hatte. Obwohl man derzeit täglich 150.000 Liter Wasser in den Druckbehälter pumpt, beträgt der Unterschied zum Normalstand 5 Meter. Das eingebrachte Wasser muss also irgendwohin auslaufen.

Wer sich jetzt noch an die Anfangszeit der Katastrophe und die täglichen Animationen im TV erinnert, wird vielleicht auf die Idee kommen, dass es sich hierbei um ein klassisches Szenario für einen Super-GAU handelt. Demnach schmelzen die Brennstäbe. Die bis zu 2000 Grad heiße Schmelze tropft auf den Boden und schmilzt sich von dort ins Erdreich durch.

Angesichts der Meldung muss man wohl davon ausgehen, dass dies in Fukushima passiert ist. Schließlich muss das eingepumte Wasser ja auch irgendwo hin und mir ist kein Bericht bekannt, dass sich große Pfützen in Fukushima bilden.

Wohlgemerkt: Es handelt sich hierbei erst mal nur um die Lage in Block 1. Was in den Blöcken 2, 3 und 4 passiert ist, steht noch im Dunkeln. Wesentlich besser als in Reaktor 1 wird es wohl nicht sein, zumal die Strahlung in diesen Reaktorgebäuden immer noch derart hoch sein soll, dass dort niemand arbeiten kann.

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