Donnerstag, 26. Mai 2011

Schweiz bis 2034 wohl ohne AKW: Regierung beschließt Atomausstieg

Schweiz bis 2034 wohl ohne AKW - Regierung beschließt Atomausstieg: Anders als von Skeptikern des Atomausstiegs häufig dargestellt, hat das Unglück von Fukushima auch in anderen Ländern zu einem Umdenken geführt.

Die Regierung in Bern beschloss gestern keine neuen AKW zu bauen. Vor Fukushima sollten die alten Atomkraftwerke der Schweiz in naher Zukunft durch neue ersetzt werden. Dieser Plan ist jetzt vom Tisch. Da man bei den AKW mit einer Betriebsdauer von rund 50 Jahren rechnet, wäre die Schweiz etwa im Jahr 2034 aus der Atomenergie ausgestiegen.

Energieministerin Doris Leuthard betonte allerdings, dass es kein festes Datum gebe und die Meiler daher auch etwas länger oder kürzer am Netz bleiben könnten.

In der Schweizer Bevölkerung hat das Vorhaben eine klare Mehrheit. Dies belegen Umfragen und Referenden. Erst am Wochenende hatten 20.000 Schweizer unter dem Motto "Menschenstrom gegen Atom" gegen die Atomkraft demonstriert. So viele Menschen waren in unserem Nachbarland seit Tschernobyl nicht mehr auf die Straße gegangen.

Interessant dabei ist, dass die Abstimmung laut schweizer Medien sehr knapp ausgefallen ist. Im entsprechenden Gremium befanden sich 7 Vertreter aller Parteien. Davon hätte 3 Frauen gegen die Atomkraft und 3 Männer für die Atomkraft votiert. Die entscheidende Stimme kam von Energieministerin Leuthard selbst. Bis vor kurzem galt die Energieministerin selbst noch als Befürworterin der Atomkraft.

Die Schweiz will in Zukunft vor allem die Wasserkraft ausbauen. Diesbezüglich gibt es Planungsspiele eine Förderabgabe zu erheben. Im Moment stammen 55 Prozent der schweizer Energieversorgung aus der Wasserkraft.



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