Dienstag, 31. Mai 2011

South Tyneside zwingt Twitter zur Herausgabe von Nutzerdaten

South Tyneside zwingt Twitter zur Herausgabe von Nutzerdaten: Die Gemeindeverwaltung der kleinen britischen Gemeinde South Tyneside hat vor einem Gericht in Kalifornien erwirkt, dass der Micro-Blogging-Dienst Twitter die Nutzerdaten von bis zu 30 Accounts herausgeben muss.

Dabei geht es offenbar um einen Twitter-Nutzer namens Ahmed Khan, der selber Mitglied im Gemeinderat von South Tyneside sein soll. Ihm wird vorgeworfen, bei Twitter zahlreiche Scheinaccounts angelegt und sich über diese abfällig über Kollegen geäußert zu haben. Laut Khan sind Handynummer, E-Mail-Adresse und IP-Adresse von der Entscheidung des Gerichts betroffen.

Auf den ersten Blick scheint dieser Fall eher weniger wichtig zu sein. Er könnte jedoch der Auftakt einer ganzen Welle derartiger Vorgänge sein. Als Beispiel sei hier nur Rayn Giggs genannt. Der britische Fußballprofi machte in der letzten Woche Schlagzeilen mit einer angeblichen Affäre. Der Presse untersagte er per Gerichtsurteil über die Gerüchte zu berichten. Auf Twitter verbreitete sich die Nachricht trotzdem rasant.

Nun sollen die Anwälte des Fußballers ebenfalls gegen Twitter ins Feld ziehen, um die Herausgabe der Daten derjenigen Nutzer zu erwirken, die über die vermeintliche Affäre berichteten. Bis zu 75.000 Twitter-Profile könnten davon betroffen sein. Sollte Twitter diesen Rechtsstreit verlieren, dürften die entsprechenden Daten wohl herausgegeben werden.

Die Entwicklung zeigt vor allem eines. Twitter wird von der Politik und von Prominenten immer erster genommen. Dies hat zur Folge, dass sich derartige Fälle in Zukunft wohl häufen werden. Man sollte also vorsichtig sein, was man twittert.

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