Sonntag, 22. Mai 2011

Spanien: Trotz Verbot Zehntausende Menschen vor Wahlsonntag auf der Straße

Spanien - Trotz Verbot Zehntausende Menschen vor Wahlsonntag auf der Straße: Die Regionalwahlen am heutigen Sonntag in Spanien stehen unter keinem guten Stern. Trotz eines entsprechenden Verbots gingen am Samstag erneut Zehntausende Menschen auf die Straße um für politische und soziale Reformen zu demonstrieren. Die größten Protestkundgebungen wurden in Madrid, Barcelona und Valencia registriert.

Die Polizei hielt sich wie von der spanischen Regierung angekündigt zurück und verzichtete darauf, das von der Wahlkommission verfügte Demonstrationsverbot durchzusetzen.

Für den heutigen Sonntag sind neue Proteste geplant. Allerdings machten die Organisatoren der Kundgebung dabei auch Zugeständnisse. So versprachen sie am Wahlsonntag auf politische Parolen zu verzichten und keine Partei namentlich anzugreifen. Ob dies angesichts einer inhomogenen Bewegung tatsächlich Gewährleistet werden kann, steht auf einem anderen Blatt.

Eines haben die Demonstranten allerdings schon erreicht. Sie haben die Aufmerksamkeit von ganz Europa. Der Kontinent schaut angesichts der Schuldenkrise und größer werdender sozialer Verwerfungen auf Spanien. Gelingt es den Massen in Spanien Reformen durchzusetzen, dann dürften ähnliche Bewegungen auch in Ländern wie Frankreich, Italien und möglicherweise auch in Deutschland entstehen.

Wohl weislich dessen haben die Organisatoren der Bewegung "Echte Demokratie jetzt" beschlossen ihr eigentlich nur bis zu diesem Wahlsonntag geplanten Aktionen auf unbestimmte Zeit zu verlängern.

Unter den jungen Leuten in Spanien ist der revolutionäre Funke aus Nordafrika übergesprungen. Allerdings richtet er sich hier bislang nicht direkt gegen das vorherrschende System sondern nur gegen dessen derzeitige Spielarten.



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