Montag, 16. Mai 2011

Super-GAU in Fukushima 1 war bereits 16 Stunden nach Erdbeben eingetreten

Super-GAU in Fukushima 1 war bereits 16 Stunden nach Erdbeben eingetreten: Neueste Erkenntnisse des japanischen Atomkraftwerkbetreibers Tepco legen nahe, dass der Super-GAU in Fukushima bereits viel früher eingetreten ist, als man bislang angenommen hat. Demnach war die Katastrophe nach den Schäden, die durch Tsunami und Erdbeben angerichtet, worden nicht zu verhindern.

So seien ein Teil der Brennstäbe in Reaktor 1 bereits am 12.März gegen 6.50 Uhr also 16 Stunden nach dem Tōhoku-Erdbeben geschmolzen. Die Schmelze tropfte auf den Boden des Reaktorbehälters, wo sie ein Loch oder mehrere Löcher in die Ummantelung fraß.

Tepco erklärte, dass man unterhalb des Reaktors Wasser gefunden hätte, das vermutlich hochradioaktiv verseucht ist und nur an diese Stelle gelangt sein könne, wenn es Lecks im Reaktor selbst gebe. Es soll sich dabei um bis zu 3.000 Tonnen handeln.

Dies habe zur Folge, dass es nun doch nicht möglich ist, den Druckbehälter wie geplant mit Wasser zu fluten, um eine Kühlung herzustellen. Das Wasser würde einfach weiter durchsickern und so möglicherweise ins Meer gelangen.

Trotzdem wolle man den Reaktor weiter innerhalb von 6 bis 9 Monaten in den Griff bekommen.

Gerade an den letzten Teil kann ich nicht glauben. Man muss sich vor Augen halten, dass wir hier derzeit nur über Reaktorblock 1 sprechen. Wie es in den anderen Blöcken Fukushimas aussieht, weiß derzeit noch kein Mensch. Ich halte es sogar für wahrscheinlich, dass man dort noch schlimmere Zustände als in Reaktor 1 vorfinden wird.

Dazu passt auch, dass man mittlerweile damit begonnen hat, Menschen aus einem 50 Kilometer-Radius um das AKW zu evakuieren.

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