Dienstag, 31. Mai 2011

Treibhausgas-Ausstoß schneller den je gestiegen: Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad "nette Utopie"

Treibhausgas-Ausstoß schneller den je gestiegen - Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad "nette Utopie": In Deutschland wird derzeit richtigerweise über den Ausstieg aus der Atomenergie beraten. Darüber hinaus sollten wird allerdings nicht vergessen, dass damit ein weiteres Problem einhergeht. Der Klimawandel könnte sich allen Bemühungen zum Trotz in den kommenden Jahren noch weiter beschleunigen.

Das Jahr 2010 stellte einer jetzt veröffentlichten Erhebung der Internationalen Energieagentur (IEA) zu Folge einen neuen Rekord auf, was den Ausstoß an Kohlendioxid betrifft. Demnach stieg die Emission auf 30,6 Gigatonnen. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg von 1,6 Gigatonnen.

Die IEA sprach von besorgniserregenden Zahlen. Man habe zwar mit einem leichten Anstieg gerechnet, aber nicht mit einem so drastischen. IEA-Chefökonom Fatih Birol dem britischen 'Guardian': "Ich bin äußerst besorgt. Das sind die schlimmsten Nachrichten zum Thema Klima. [...] Es wird zu einer außerordentlichen Herausforderung, wollen wir das Ziel noch erreichen und die Klimaerwärmung unter zwei Grad halten".

Birol hält das Zwei-Grad-Ziel mittlerweile nur noch für eine "eine nette Utopie". Der britische Ökonom Nicholas Stern attestierte der Welt anhand der neuen Zahlen einen "business as usual"-Pfad. Behält man den derzeitigen Pfad bei könnten die Temperaturen bis zum Jahr 2100 um bis zu 4 Grad steigen. Die Folgen wären verheerend. Es würde zu Kriegen wegen massiver Völkerwanderungen kommen, die sich aus trockenen Gebieten in fruchtbarere Regionen bewegen würden.

Laut er Erhebung stammten im Jahr 2010 44 Prozent der Emissionen aus der Kohleverbrennung, 36 Prozent aus der Nutzung von Erdöl und 20 Prozent aus dem Erdgas. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Energiewende nötiger den je ist. Wir müssen uns bemühen trotz abgeschalteter Atomkraftwerke den Ausstoß an Treibhausgasen weiter zu senken. Dabei kann jeder seinen Beitrag leisten. Es wäre schon ein Anfang, wenn man einfach mal mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke fährt. Dadurch spart auch jeder einzelne, weil kein Benzin verbraucht wird und Rad fahren zudem gesund ist.

Sollte uns das nicht gelingen, hinterlassen wir unseren Ur-Ur-Enkeln möglicherweise eine nette neue Venus. Vor diesem Hintergrund kann man nur froh sein, dass die Erdöl-Vorräte der Erde bald aufgebraucht sind.



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