Freitag, 20. Mai 2011

Unwetter auf dem Saturn: Riesen-Sturm versetzt Astronomen in Staunen

Unwetter auf dem Saturn - Riesen-Sturm versetzt Astronomen in Staunen: Wer glaubt, die Gewitterfront, die gestern über die Mitte Deutschlands hinweg gezogen ist, sei groß gewesen, sollte seinen Blick in diesen Tagen vielleicht einmal auf den Saturn richten. Auf dem zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystem tobt seit Dezember letzten Jahres ein Sturm mit einem Durchmesser von mindestens 100.000 Kilometern.

Es ist das erste mal, dass Astronomen einen solchen Sturm mit modernen Messinstrumenten beobachten können. Das erste mal wurde das Phänomen im Jahr 1876 Beobachtet. Seitdem trat es in relativ regelmäßigen Abständen von 20 bis 30 Jahren insgesamt 6 mal auf. Zum letzten mal im Jahr 1990. Man geht deshalb davon aus, dass es sich bei den Stürmen um saisonale Effekte handelt.

Zu finden ist der Sturm bei 40 Grad Nord. Astronomen vermuten, dass seine Entstehung im Prinzip auf ähnlichen Gesetzmäßigkeiten beruht wie die Entstehung von Stürmen auf der Erde. Demnach treten Temperatur-Unterschiede in verschiedenen Höhen auf, was zu Konvektionsströmungen führt, aus denen sich schließlich die Stürme bilden.

Dafür spricht auch, dass man auf dem Saturn in der Vergangenheit ebenfalls Gewitter beobachtet hat. Diese waren allerdings bis zu 10.000 mal so stark wie auf der Erde.

Für den aktuellen Sturm machen Astronomen sog. "stratosphärische Leuchtfeuer" verantwortlich. Dabei handelt es sich um Strömungen, die im Vergleich zum umgebenden Medium eine höhere Temperatur aufweisen. Dadurch werden Gase mit einer etwa 20 Kelvin höheren Temperatur als üblich in die obere Saturn-Atmosphäre gebracht. Warm ist das ganze aber immer noch nicht. Die üblichen Temperaturen in den obersten Schichten des Gasplaneten liegen bei -130°C.



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