Montag, 23. Mai 2011

YouTube bei Telekom langsam? Zu viel Traffic soll schuld sein!

YouTube bei Telekom langsam? Zu viel Traffic soll schuld sein!: YouTube ist beliebt, so beliebt, dass die Telekom offenbar Probleme mit ihren Kapazitäten bekommt. Anstoß dieser Geschichte ist ein Beitrag im beliebten Blog 'stadt-bremerhaven'. Autor Caschy stellte erstmal ganz subjektiv fest, dass YouTube-Videos unter seinem Telekom-Anschluss auffällig langsam laden.

Die Sache objektivierte sich langsam, als er über Facebook und Twitter entsprechend nachfragte und die Bestätigung von zahlreichen Nutzern bekannt. Daraufhin schrieb er den oben verlinkten Post. In den Kommentaren erhielt er weitere Zustimmung. YouTube-Clips scheinen bei Internetanschlüssen über die Telekom tatsächlich langsamer zu laden.

Ich selbst kann die Sache nicht überprüfen, da ich nicht über die Telekom ins Internet gehe. Bei meinem Provider läuft die Sache aber tadellos.

Die Telekom reagierte inzwischen in einem eigenen Blogbeitrag auf den Bericht. Pressesprecher Mark Nierwetberg erklärte in diesem, dass der große Traffic von YouTube schuld an dem Ganzen habe, man aber jetzt nachbessern wolle, damit Videos in Zukunft wieder flüssiger laden.

"Ich weiß nicht, was der Hintergrund bei anderen Netzbetreibern ist, bei der Telekom ist die Beobachtung aber richtig – ja, es läuft langsamer. Allen Verschwörungstheoretikern zum Trotz sind die begrenzten Kapazitäten im Netz die Ursache: Die Nachfrage nach YouTube-Videos explodiert, deshalb werden wir die Kapazitäten jetzt verdreifachen. Das Problem wird also abnehmen", so der Pressesprecher. Eine echte Erklärung ist dies in meinen Augen allerdings nicht, weil damit nicht erklärt wird, warum es bei anderen Anbietern ohne Probleme funktioniert.

Was ich aber richtig bedenklich finde, ist ein weiterer Satz in Nierwetbergs Ausführungen. "Netze sind keine Dinger, die einmal gebaut werden und danach kann man da reinstopfen, was man will – Netze müssen mit steigendem Bedarf ausgebaut werden und das kostet ständig Geld. Qualitätsklassen, die diskriminierungsfrei angeboten werden, können die Refinanzierung auch auf die Anbieter der Inhalte verlagern", heißt es im weiteren Verlauf des Beitrags. Für mich klingt das stark danach, als wolle die Telekom die Netzneutralität und damit eine der Grundfesten des Internets in Frage stellen.

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