Sonntag, 15. Mai 2011

Zustände im Verteidigungsministerium: De Maizière rechnet laut 'Spiegel' mit zu Guttenberg ab

Zustände im Verteidigungsministerium - De Maizière rechnet laut 'Spiegel' mit zu Guttenberg ab: Eines der Argumente der Befürworter von Karl-Theodor zu Guttenberg war immer, dass er in seiner Funktion als Minister eine ach so tolle Arbeit gemacht habe. In den letzten Wochen wurde dann aber immer klarer, dass seine Bundeswehrreform höchstens als unausgegoren bezeichnet werden kann.

Nun berichtet auch noch der 'Spiegel', dass zu Guttenbergs Nachfolger Thomas De Maizière intern auf einer CDU/CSU-Fraktionssitzung mit dem Freiherren abgerechnet hat. Teilnehmer der Sitzung berichteten dem Magazin übereinstimmend, dass De Maizière von unhaltbaren Zuständen gesprochen habe.

Demnach habe er überkommene Strukturen und unzulängliche Planungsarbeiten aufgeführt. Auch sollen im Verteidigungsministerium eine Vielzahl von Stäben existieren, deren Sinn sich dem Minister nicht erschließe. De Maizière soll sogar ironisch bemerkt haben, dass ein Stab wohl dazu da sei, einen anderen Stab zu kontrollieren.

Zur Bundeswehrreform sagte er angeblich, dass die Vorbereitungen zur Umstellung auf eine Freiwilligenarmee unzureichend seien.

Teilnehmer der Sitzung bezeichneten die Ausführungen De Maizières als knallharte Abrechnung. Interessant daran ist, dass der Name zu Guttenberg nicht gefallen sein soll. Der Verteidigungsminister sprach lediglich von seinem "Vorgänger", berichtet der 'Spiegel'.

In meinen Augen kann man diese Meldung beurteilen, wie man möchte. Entweder man sieht sie als Absetzbewegung der CDU/CSU von zu Guttenberg oder als Beleg dafür, dass seine Arbeit als Minister doch nicht so gut war, wie es aus den Medien immer hieß.

In diesem Zusammenhang ist auch die Äußerung des ehemaligen Ministers bei seinem Abschied, dass er ein "weitgehend bestelltes Haus" hinterlassen habe sehr interessant.

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