Freitag, 3. Juni 2011

4 Tote Soldaten in 9 Tagen: Wehrbeauftragter fordert Panzerwagen mit Roboterarm

4 Tote Soldaten in 9 Tagen - Wehrbeauftragter fordert Panzerwagen mit Roboterarm: Auch wenn der Verteidigungsminister behauptet, dass die Taliban militärisch geschwächt seien und gerade deshalb vermehrt auf Anschläge zurückgreifen, bleibt für mich und sicherlich auch viele andere Bürger angesichts von 4 getöteten deutschen Soldaten innerhalb von nur 9 Tagen der Eindruck, dass der Einsatz in Afghanistan immer gefährlicher wird und immer höhere Opfer fordert.

Umfragen zeigen, dass die Gesellschaft eigentlich nicht mehr bereit ist, diese Risiken zu tragen. Politisch hätte ein überstürzter Abzug allerdings vor allem international weitreichende Folgen. Wir befinden uns hier also in einer Zwickmühle.

Daher sollten wir zumindest alles dafür tun, dass deutsche Soldaten bei allem Risiko die beste Ausrüstung haben, um den Gefahren in Afghanistan zu begegnen. Das sieht offenbar auch der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus so.

Der in Mainz erscheinenden 'Allgemeinen Zeitung' sagte Königshaus: "Eine entscheidende Schwachstelle sind immer noch die fehlenden Möglichkeiten, tödliche Sprengfallen rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen". Aus diesem Grund forderte er den Einsatz von speziellen Panzerfahrzeugen mit Roboterarm, sog. Route Clearance Packages. Die US-Einheiten in Afghanistan würden bereits seit längerer Zeit über diese Fahrzeuge verfügen.

"Ich habe bereits vor einem Jahr gefordert, solche gepanzerten Spezialfahrzeuge mit Roboterarm auch für unsere Truppen einzuführen und in Afghanistan einzusetzen", sagte Königshaus. Bis 2012 könnten auch die deutschen Truppen in Afghanistan mit solchen Fahrzeugen ausgestattet werden. Bis dahin bleibt die Gefahr allerdings groß.

"Wir erleben im Moment in Afghanistan eine sehr, sehr bittere Zeit. Aber wir sollten jetzt trotz allem Ruhe und Nerven bewahren", meinte der Wehrbeauftragte dazu.



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