Sonntag, 5. Juni 2011

AKW Fukushima 1: Roboter misst 4.000 Millisievert pro Stunde

AKW Fukushima 1 - Roboter misst 4000 Millisievert pro Stunde: Die Lage im zerstörten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 spitzt sich wieder zu. Laut Tepco sollen sich mittlerweile 100.000 Tonnen stark verstrahltes Wasser in den Reaktoranlagen befinden. Mit der demnächst beginnenden Regenzeit fürchtet man, dass dieses Wasser in die Umwelt gespült werden könnte.

Noch viel besorgniserregender sind allerdings gestern veröffentlichte Messwerte aus Reaktorblock 1. Ein Roboter habe dort an einer Stelle eine Strahlung von 4.000 Millisievert pro Stunde gemessen. Bereits ein 30 minütiger Aufenthalt an dieser Stelle wäre für einen Menschen tödlich. Ein derart hoher Wert ist in Fukushima bislang noch nie in der Luft gemessen worden.

Dazu zeichnete der Roboter Bilder auf, auf denen zu sehen ist, wie Dampf aus einem Loch am Boden aufsteigt. Laut Tepco handelt es sich dabei wahrscheinlich um Wasserdampf. Der Druckbehälter sollt an dieser Stelle nicht beschädigt sein.

Zur Beruhigung taugt diese Angabe aber auch nicht. Wasserdampf bedeutet, dass es in dem Bereich irgendwo eine Wärmequelle geben muss, die das Wasser auf über 100°C erhitzt. Dies dürfte ein Zeichen sein, dass die Kernschmelze noch immer heiß ist.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Lage in Fukushima keineswegs unter Kontrolle ist. Ich persönlich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen erst das wahre Ausmaß der Katastrophe sichtbar werden wird.

Übrigens: In 30 Kilometern Entfernung zum Atomkraftwerk soll im Mai ein Kaninchen ohne Ohren geboren worden sein. Ihr könnt euch euren Teil sicherlich denken.



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